Der Aargau – ein toller Lebensraum und Wirtschaftsstandort

Gérald Strub

Gérald Strub

Wer will in der heutigen Zeit nicht wettbewerbsfähig sein? So natürlich auch unser schöner Kanton Aargau. Mit der Steuervorlage 17 (SV17) wurde uns Grossräten ein umfangreiches Werk zur Beratung überwiesen. An der letzten Grossratssitzung fand die Beratung der Vorlage statt. Dabei wurde versichert, dass die Steuerbelastung für Firmen angemessen und eben die Wettbewerbsfähigkeit als Wirtschaftskanton sichergestellt sein wird. Die Regierung sieht die neuen Rahmenbedingungen auch als wichtiges Instrument für den Zuzug von neuen Firmen. Das Geschäft wurde sehr gut vorbereitet und nach beinahe diskussionsloser Beratung mit 91 zu 29 Stimmen angenommen.

Standortförderung als wichtiger Standortvorteil

Auch um die Wettbewerbsfähigkeit wurde beim Gesetz über die Standortförderung debattiert. Das aktuelle befristete Gesetz soll verstetigt werden. Wie Sie sich vorstellen können, wurde hierbei lange über das Kosten-Nutzen-Verhältnis diskutiert. Die einen Grossratsmitglieder vertreten die Meinung, dass dieses Verhältnis ungenügend ist. Die anderen sind der Auffassung, dass das Kosten-Nutzen-Verhältnis gegeben ist.

Ein solcher Nachweis ist auch schwierig zu erbringen und so wurde die Debatte teilweise mit «Glaubensfragen-Charakter» geführt. Wichtig zu wissen ist, dass die Standortförderung des Kantons Hand in Hand mit den Regionen – bei uns dem Lebensraum Lenzburg-Seetal, siehe www.lebensraum-ls.ch – intensiv zusammenarbeitet. So profitiert auch unser Lebensraum Lenzburg-Seetal vom Resultat der Abstimmung, denn das Gesetz wurde mit 86 zu 42 angenommen und damit die Standortförderung verstetigt.

Nach der Klimadebatte das Energiegesetz

Einen Grossteil unserer Grossratszeit am letzten Dienstag haben wir der ersten Beratung des Energiegesetzes des Kantons Aargau gewidmet. Zweifelsohne ein wichtiges Geschäft, insbesondere nach der Klimadebatte, welche wir vor einer Woche geführt haben. Es wurde intensiv über Begriffe wie Wärmebedarf, Elektro-Wassererwärmer, Eigenstromerzeugung, verbrauchsabhängige Heiz- und Warmwasserkostenabrechnung, Kohlendioxid-Austoss, elektrische Widerstandsheizungen, GEAK oder Gebäudeenergieausweis und Energieerzeugungsanlagen diskutiert, interpretiert, gestritten und zum Schluss mit 81 zu 48 Stimmen zugestimmt.

Der zuständige Regierungsrat Stephan Attiger hat mit dem Abschluss der Beratung verschiedene Änderungsanträge für die zweite Beratung mitgenommen. Wir können uns somit auf die zweite Beratung freuen und damit dem Aargau als fortschrittlichem Kanton ein modernisiertes Energiegesetz geben.

Gérald Strub, FDP, Boniswil

Weitere Artikel zu «Im Gespräch», die sie interessieren könnten

Den Matterhorn Ultraks SKY absolvierte Nicolas Wipf trotz Seitenstechen.Foto: zvg
Im Gespräch28.10.2026

Von Fahrwangen zum grossen Rennen um die Welt

Fahrwangen Nicolas Wipf aus Fahrwangen arbeitet an einem Projekt, das ihn nächstes Jahr sportlich und mental an seine Grenzen bringen wird: Am Great World Race…
Nils Merker
Im Gespräch28.10.2026

Nebenkosten

Recht-tipp
Marco Fankhauser verlässt das Arbeiterstrandbad, um sich einem Lebenstraum zu widmen: einer eigenen Crêperie.Foto: Verena Schmidtke
Im Gespräch21.10.2026

Nach 19 Jahren Arbeiterstrandbad auf neuen Wegen

Tennwil Aus dem Arbeiterstrandbad Tennwil ist der Betriebsleiter Marco Fankhauser kaum wegzudenken. Ruhig und freundlich findet er für sämtliche Probleme eine…