Clematis!

Gartentipp

Arbeitet auf Schloss Wildegg: Gärtnerin Melissa Gögele.Foto: MA/Pascal Meier
Arbeitet auf Schloss Wildegg: Gärtnerin Melissa Gögele.Foto: MA/Pascal Meier

Clematis – auch bekannt als Waldreben – bestechen durch ihre lange Blütezeit. Je nach Sorte blühen sie zwischen April und September. Weltweit sind etwa 300 Clematis-Arten bekannt. Bei uns heimisch sind drei Arten: die gemeine Waldrebe (Niele) wächst gerne auf hohe Bäume. Die Alpenwaldrebe wird bis drei Meter hoch. Die aufrechte, staudenartig wachsende Waldrebe erreicht eine Höhe von bis zwei Metern. Es gibt kleinblumige und grossblumige Sorten mit einem Durchmesser von bis zu 20 Zentimeter. Sie blühen in den Farben Weiss, Rosa, Rot, Blau oder Violett.

Clematis bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort sowie einen durchlässigen Boden. Bei Waldreben ist ein schattiger Fuss wichtig: Dazu werden um die Clematis herum Stauden oder Saisonflor gepflanzt. Am besten werden niedrige Pflanzen verwendet. Es können auch Abdeckmaterialien wie Dekosteine oder Mulch verwendet werden.

Da Waldreben Schlingpflanzen sind, benötigen diese Kletterhilfen. Dies können alte Kompostgitter, Leitern, Pergolen, gespannte Drähte und so weiter sein. Bei uns im Rosengarten auf Schloss Wildegg wächst eine Clematis derzeit in eine Kletterrose, was sehr schön aussieht.

Bei der Pflege der Clematis werden drei Sorten unterschieden: Frühjahrsblüher: Diese kleinblütigen Sorten blühen von April bis Mai und benötigen keinen Rückschnitt. Frühsommerblüher: Diese blühen von Mai bis Juni und werden im Spätherbst geschnitten. Abgestorbene und schwache Triebe werden entfernt, die restlichen Triebe um zirka 20 Zentimeter eingekürzt. Und Sommerblüher (ab Juli): Diese bilden ihre Blüten an einjährigen Trieben. Im Spätherbst werden alle Triebe etwa 10 Zentimeter über Boden abgeschnitten.

Bei allen Arten gilt: Geschnitten wird immer über einem Knospenpaar. Aufgebunden wird dann vorsichtig und nur falls nötig.

«Gartentipp». Hier schreiben Mitarbeiterinnen der Schlossgärtnerei Wildegg jeweils über aktuelle Gartenaspekte.

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