An sechs Stationen Seengen kennenlernen:Schmitte-Trail lädt zum Erkunden ein

Seengen Der Verein Alte Schmitte in Seengen ist immer gut für spannende Vorhaben: Nun gibt es neu den «Schmitte-Trail». Am 26. Juni fand die sommerliche Vernissage statt.

Der «Schmitte-Trail» ist ein neues Projekt des Vereins Alte Schmitte Seengen.Fotos: Verena Schmidtke

Der «Schmitte-Trail» ist ein neues Projekt des Vereins Alte Schmitte Seengen.Fotos: Verena Schmidtke

Ganz neu, der «Schmitte-Trail».

Ganz neu, der «Schmitte-Trail».

Wie sah es früher in der Alten Schmitte aus, wie viele Beizen gab es einmal in Seengen und auf welche Weise wurde der Dorfbach vor einigen Jahrzehnten genutzt – Antworten auf diese Fragen vermittelt nun der «Schmitte-Trail». An sechs Stationen erfahren Interessierte ab sofort mehr über das Dorf und seine Historie. Als einziges Hilfsmittel ist ein Handy mit Verbindung zum mobilen Netz notwendig, um die QR-Codes erfassen zu können. Neben den Informationen ergibt sich die Gelegenheit zu einem schönen Spaziergang durch Seengen. Natürlich ist es auch möglich, nur einzelne Stationen anzusteuern. «Der ‹Schmitte-Trail› kann jederzeit frei besucht werden», stellt der Verein Alte Schmitte den neu eröffneten Erkundungsweg vor.

Schmunzelnd erklärte Vereinspräsident Jörg Bruder bei der Begrüssung der Gäste der Vernissage: «Aufgrund der hohen Temperaturen halten wir die Vorstellung des Trails hier im Schmitte-Saal möglichst kurz.» Dabei seien er und der Verein erfreut, dass sich so viele auf den Weg ins Oberdorf begeben hatten. Zum «Schmitte-Trail» erläuterte er, wie die Idee dazu vor gut drei Jahren entstanden sei. «Wir als Verein hatten uns gefragt, wie wir Informationen, Geschichten und Dokumentationen über Seengen an die Bewohner weitergeben könnten», führte Jörg Bruder aus. Als die ersten Vorschläge aufkamen, hätten die Mitglieder ganz «schmittemässig» weiter organisiert. «Das bedeutet», so der Präsident, «weitere Ideen sprudeln nur so, es wird diskutiert und geplant.» Ab und an müsse auch ein Gang heruntergeschaltet werden, um zu schauen, ob sich die Inspirationen umsetzen lassen.

Technische Herausforderungen und viel Unterstützung im Dorf

Herausgekommen ist: Der Verein informiert an sechs Standorten im Dorf zu ganz unterschiedlichen Themen. Bruder erklärte: «Die Voraussetzung war, dass die Geschichten nicht länger als zehn Minuten dauern sollen.» Daraufhin seien die jeweiligen Themen ausgesucht und für die Recherche unter den Vereinsmitgliedern verteilt worden. Damit der Trail für möglichst viele Personen zugänglich ist, seien dafür eher relativ zentrale Standorte in Frage gekommen. «Erfreulicherweise erhielten wir bei den Besitzern der Liegenschaften und bei der Gemeinde viel Unterstützung für unser Vorhaben, dort Plaketten anzubringen», freute sich Jörg Bruder

Eine besondere Herausforderung stellte der technische Teil des Projektes dar. «Nur ein Plakat aufhängen, das funktioniert nicht», stellte er fest. «Wir wollten mit der Zeit gehen.» Das hiess: Die recherchierten Geschichten mussten eingesprochen, Bildmaterial für die Videos zusammengeschnitten und letztendlich alles über einen QR-Code auf einer Plattform zugänglich gemacht werden. Gerade bei der Umsetzung dieser technischen Aspekte habe sich Mirjam Ziegler aus dem Vorstand sehr eingebracht. «Das ist an diesem Projekt vermutlich die grösste Arbeit gewesen», resümierte der Vereinspräsident und dankte Mirjam Ziegler für ihren grossartigen Einsatz. Passend zum Veranstaltungsort bekamen die Besucherinnen und Besucher zum Abschluss das Video zur Geschichte der Alten Schmitte zu sehen. Zum Inhalt dieses Films und der weiteren soll hier nicht mehr verraten werden – ein Besuch der Stationen des Trails lohnt sich. Jörg Bruder ergänzte noch: «Wer vielleicht Schwierigkeiten zu Fuss hat, die Links zu den Videos gibt es auch auf unserer Webseite.»

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