2018 war der drittwärmste Sommer mit extremer Trockenheit

Klima Innert 15 Jahren fanden die drei wärmsten Sommer seit Messbeginn 1864 statt. Klimamodelle zeigen, dass solche Hitzesommer bis zum Ende des Jahrhunderts normal werden.

<em>Zuckerrüben Staufen:</em> Der Niederschlagsmangel war ein Problem für die landwirtschaftlichen Kulturen, die zum Teil verdorrten.

<em>Zuckerrüben Staufen:</em> Der Niederschlagsmangel war ein Problem für die landwirtschaftlichen Kulturen, die zum Teil verdorrten.

<em>Verfärbte Bäume Seon: </em>Die Trockenheit führt zu frühzeitiger Blätterverfärbung.

<em>Verfärbte Bäume Seon: </em>Die Trockenheit führt zu frühzeitiger Blätterverfärbung.

<em>Dürre Wiesen Hallwil:</em> Vor einem Monat sah es hier aus wie in einem Dürregebiet.

<em>Dürre Wiesen Hallwil:</em> Vor einem Monat sah es hier aus wie in einem Dürregebiet.

Der Regen, der dringend benötigt wurde, ist endlich gefallen und hat die Landschaft in der Region Lenzburg wieder grün werden lassen. Es ist keinen Monat her, dass die Wiesen noch braun waren und teilweise aussahen wie in einem Dürregebiet. Dabei war es nicht nur die intensive Hitzewelle im August oder die Trockenheit im Juli. Angefangen hatte es bereits im April. Schon dieser Monat war zu trocken und zu warm. Der Wärmeüberschuss und das Niederschlagsdefizit hielten schliesslich dauerhaft bis Ende August an.

Nach Angaben von MeteoSchweiz wurde nach dem viertwärmsten Frühling auch der drittwärmste Sommer seit Messbeginn im Jahr 1864 verzeichnet. Heisser waren bisher nur der Sommer 2015 und der legendäre Hitzesommer 2003. Zur extremen Wärme kam in der Region Lenzburg ein permanentes Niederschlagsdefizit. Der Trockenstress führte bei vielen Bäumen zu einer frühzeitigen Blattverfärbung oder zu Blattverlusten.

Sommer 2018: Heiss, trocken und sehr sonnig

Die durchschnittliche Temperatur des meteorologischen Sommers (1. Juni bis 31. August) betrug in der Region Lenzburg 20,4 Grad und war damit 2,3 Grad zu warm. Mit 767 Sonnenstunden erreichte die Sonnenscheindauer 125 Prozent im Vergleich zum langjährigen Mittel.

Der Gesamtniederschlag des Sommers betrug 238 Liter pro Quadratmeter und erreichte nur 72 Prozent des Durchschnitts. Schliesslich brachte der August zum Monatsbeginn eine der intensivsten zehntägigen Hitzewellen.

Es wird immer wärmer

Der Sommer 2018 geht als weiterer Rekordhalter in die Annalen ein, denn wir erlebten dieses Jahr die niederschlagsärmste April-Juli-Periode seit fast 100 Jahren. Zum fehlenden Regen kam eine extreme Rekordwärme dazu, die an den Hitzesommer von 2003 erinnert. Klimamodelle zeigen, dass solche heissen Sommer bis zum Ende des 21. Jahrhunderts bei uns normal werden.

Immer wärmere Sommer

Klimaänderung Die Schweiz erlebte den drittwärmsten Sommer seit Messbeginn im Jahr 1864. Heisser waren bisher nur der Sommer 2015 und der legendäre Hitzesommer 2003. Der Sommer 2018 ist der dritte in kurzer Folge, welcher im landesweiten Mittel 15 Grad übersteigt. Vor der markanten Sommererwärmung ab den 1980er-Jahren stiegen nur die wärmsten Sommer über 13 Grad. In den letzten zwei Jahrzehnten gehörten Sommer mit einem landesweiten Mittel von 13 Grad und höher zum Standard. Vergleichsweise kühle Sommer mit einem landesweiten Mittel von 12 Grad oder tiefer, vor 1980 eine häufige Erscheinung, sind seit den 1990er-Jahren aus dem Sommerklima der Schweiz verschwunden. Die markante Zunahme der Sommerwärme ist eines der klaren Signale der laufenden Klimaänderung. (awal)

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