Salzkorn: Weltrekorde für zuhause

Carolin Frei
Carolin Frei

Das Pfingstwochenende steht vor der Tür. Ein Wochenende, das wohl für viele für Ausflüge und süsses Nichtstun steht. So auch für ein befreundetes Paar. Wobei das mit dem süssen Nichtstun für die beiden ins Wasser fällt, zumindest am Pfingstsonntag. Nicht wegen der Wetterprognosen, die ver-sprechen einen Mix aus Sonne und Regenschauern.

Nein, sie bekommen Besuch. Besuch von den zwei Kindern, deren Partnern und den Enkeln. Was sie freut. Aber eben. So ein Tag mit neun Personen im Alter von 3 bis 61 Jahren will geplant sein. Und es könnte sein, dass auch der Vater meiner Freundin vorbeischaut. Dann wären es vier Generationen unter einem Dach. Sie verstehen sich gut, sind beim Essen nicht allzu wählerisch. Dieser Part sorgt nicht für Sorgenfalten. Nein, es ist die Tatsache, dass es regnen könnte. Den ganzen Tag. Und was dann?

Amanda und ich waren früher sehr kreativ. Ob Schmuck und Objekte aus Tiffanyglas kreieren, Collagen erstellen oder 3-D-Karten basteln. Unsere Werke kamen gut an – sie wechselten an Handwerkermärkten schnell den Besitzer. So erstaunt nicht wirklich, dass Amanda an mich dachte, als sie nach einer kreativen Beschäftigung für einen verregneten Pfingstsonntag suchte. Kreativ, das war jedoch gestern. Meine «Tiffanywerkstatt» ist eingemottet – alles andere auch.

Aber es gibt ja das Guinnessbuch der Rekorde. Mit Tipps, wie man auf einen Weltrekord hinarbeiten kann – etwa an Regentagen. Genau das Richtige für ein Team aus vier Generationen. Zu empfehlen das Dosenstapeln, für das man als Einzelner 30 Sekunden Zeit hat. Oder aber im Team eine Kette aus Papierschnitzeln oder Büroklammern zusammensetzen. Die Richtlinien dazu findet man unter guinnesworldrecords.com/2021. Eins steht fest: Mitmachen ist wichtiger als gewinnen. Und vielleicht macht es ja Spass, den Gastgebern beim Abwasch zu helfen – dazu gibt es übrigens auch einen Weltrekord.

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