Ein Vorgeschmack auf die neue Legislaturperiode

Premiere Der Neujahrsempfang fand dieses Jahr erstmals am 4. Januar statt. Dies zog so viele Besucher in den Alten Gemeindesaal, dass zusätzliche Stühle benötigt wurden.

Ich bin regelrecht überwältigt, wie viele Lenzburgerinnen und Lenzburger erschienen sind», eröffnete der neue Stadtammann Andreas Schmid den Abend. Damit habe er nicht gerechnet. Bevor er jedoch mit seiner Rede begann, gedachte er der Opfer des Brandes in Crans-Montana mit einer stillen Anteilnahme. Zu Beginn seiner Ansprache wurde Schmid prompt von einem Herrn aus der hintersten Reihe unterbrochen: «Wir sehen Sie nicht, Sie sind zu klein.» Der Stadtammann nahm dies mit Humor und entgegnete schmunzelnd: «Das stimmt, in dieser Hinsicht konnte mein Vorgänger mehr bieten.»

Ein ungeschriebenes Rezeptbuch

Der Abend stand ganz im Zeichen des Themas Essen. Andreas Schmid beschrieb das neue Jahr sinnbildlich als ungeschriebenes Rezeptbuch und präsentierte die neue Legislaturperiode anhand eines Menüs. Seinen Amtsantritt verglich er mit einer Restauranteröffnung – mit überarbeiteter Karte und hohen Erwartungen der Gäste. Vorgestellt wurde das Menü Lenzburg 2026–2029: «Ein Menü, das Traditionen pflegt, aber auch Mut zum Lernen beweist.» Der Anspruch: Als Stadt im übertragenen Sinne die drei Michelin-Sterne zu holen, die es in Lenzburg bereits gibt. Die Herausforderung: Dafür zu sorgen, dass in Zeiten einer instabilen Weltpolitik die Welt zu Hause in Lenzburg in Ordnung bleibt. Gelingen solle dies, indem die Stadt eine verlässliche Partnerin ist und demokratische Werte vorgelebt sowie gute Rahmenbedingungen für Erfolge von Lenzburgerinnen und Lenzburgern geschaffen werden. Auf Lenzburg warten dabei zahlreiche Aufgaben, unter anderem die Weiterentwicklung des Bahnhofs, das Vorantreiben der Planung des dritten Schulstandorts sowie spannende Sanierungsprojekte. Dem Stadtrat sei es stets ein Anliegen, den Gesamtkontext zu erklären und auf Augenhöhe zu kommunizieren.

Ein Plädoyer für die Gastrowelt

Als Gastredner war Urs Kohler, Direktor des Aargauischen Gastroverbands, vor Ort. Er sprach in hohen Tönen über das Bildungszentrum auf dem ehemaligen Hero-Areal und erzählte Anekdoten aus seinem eigenen Berufsleben. Dabei zeigte er die schönen Seiten des Gastroberufs auf und betonte, dass die Gastronomie sehr wohl ein attraktiver Arbeitsort sei – und, dass es gilt, die Beizen zu unterstützen. Sein persönlicher Neujahrsvorsatz lautet: «Weniger jammern, mehr ausgehen.»

Für den musikalischen Rahmen sorgten zwei Sologesangsschülerinnen und ein Gitarrenschüler der Musikschule Lenzburg. Anschliessend klang der Anlass unter den Arkaden bei Hotdogs und Suppe in geselliger Atmosphäre aus.

Weitere Artikel zu «Hauptartikel», die sie interessieren könnten

Tinu Niederhauser
Hauptartikel07.01.2026

Hauptartikel07.01.2026

35 Avenir Aargau

Salzkorn
Ein Augenschmaus für Interessierte und Liebhaber: Über 1500 Figuren werden ausgestellt.Foto: zvg
Hauptartikel17.12.2025

Krippenlandschaft mit bis zu 1500 Figuren in Fahrwangen

Fahrwangen In der Wohnung von Thomas Wolfer entsteht eine vielteilige Krippenlandschaft. Sie zeigt die gesamte Weihnachtsgeschichte.