Ein wachstumsreiches Jubiläumsjahr fürs Läsi-Huus
Fahrwangen Der Jahresbericht des Läsi-Huus gibt Einblick in eine regionale Erfolgsgeschichte, deren Ursprung in einer Aktion mutiger Frauen zu finden ist.

Das Jahr 2026 war für das Läsi-Huus in Fahrwangen ein besonderes. Nicht nur konnten 40 Jahre Bestehen gefeiert werden. Auch zeigen die Statistiken über die Nutzungszahlen weiter anhaltende Beliebtheit bei Schülerinnen und Schülern.
Vergangene Woche erschien der Jahresbericht des Läsi-Huus in Fahrwangen. Darin zu entnehmen ist, dass sich die enge Zusammenarbeit zwischen Kindergarten, Primarschule und SeReal Oberstufe lohnt. Besonders gefragt waren Bücher im Kinder- und Jugendbereich. Die Leseförderung ist erfolgreich unterwegs. «Wir sind überzeugt davon, dass die Leseförderung einen grossen Einfluss auf die Beliebtheit der Bibliothek hat», meint Monique Cecuta vom Läsi-Huus. Physisch kam es zu über 29000 Ausleihen im Jahr. Der digitale Boom hingegen ist rückgängig. Nach dem Rekordjahr 2024 war 2025 ein Rückgang von 9 Prozent zu verzeichnen.
Mehr als eine Bibliothek
Das Läsi-Huus-Team lässt sich viel einfallen, um im Gespräch zu bleiben. Das Programm «Lesespass Primar» verbindet gezielt Leseförderung mit Freude am Lesen. Es umfasst Einführungen für Kindergartenklassen, Schatzsuchen und Klassenanimationen für die Unterstufe, Sachbuch- und Klappentext-Projekte für die Mittelstufe, Comic-Workshops für die 5./6. Klassen sowie eine Erzählnacht für die 6. Klasse. Auch als Treffpunkt und Kulturort ist das Läsi-Huus aktiv. Das Läsi-Huus-Kafi fand mehrmals statt und lud zum Austausch ein. Der Lesezirkel traf sich sechsmal in regionaler Zusammenarbeit. Ein besonderes Highlight war das ausverkaufte «Literaturschiff» auf dem Hallwilersee mit den Autoren Jan-Philipp Sendker und Simon Libsig. Erstmals konnten Tickets online gebucht werden – ein wichtiger Entwicklungsschritt.
Für 2026 ist ein personeller Wechsel geplant. Zudem soll ein neues Programm für die Oberstufe entwickelt werden. Für Kleinkinder ist eine Kuschel- und Spielecke vorgesehen. Das Team blickt motiviert auf ein weiteres Jahr voller Begegnungen, Lesefreude und gemeinsamer Projekte.
Frauenverein als Initiator
1983 initiierte der Frauenverein mit 10000 Franken die Gründung einer Schul- und Gemeindebibliothek, der Gemeinderat stimmt zu. 1984 erhält sie den Namen «Läsi-Huus», das Signet gestaltet eine Schülerin. Ein Jahr später wurde die Bibliothek schliesslich eröffnet. Nach Erweiterungsplänen 1995 sammelte der Frauenverein 1999 erneut erfolgreich Geld für den Ausbau. 2005 folgt die Neueröffnung mit Ludothek, 2015 das 30-Jahr-Jubiläum. 2025, zehn Jahre später, durften vier Jahrzehnte des erfolgreichen Bestehens gefeiert werden.



