Baustart für die «Eichi»

Niederlenz Die Wohnbaugenossenschaft Lenzburg realisiert in Niederlenz elf altersgerechte Wohnungen. Am Montag vergangener Woche wurde am Stationsweg der Grundstein gelegt.

Symbolischer Grundstein gelegt: Gabi Lauper, «w55plus»; Cordian Herrigel, Architheke AG; Sonja Eshak, WGL; Willi Rusterholz, Grundeigentümer; Fredi Kölliker, «w55plus»; André Meier, Bauherrenvertreter; und Charly Suter, WGL-Präsident (von lin
Symbolischer Grundstein gelegt: Gabi Lauper, «w55plus»; Cordian Herrigel, Architheke AG; Sonja Eshak, WGL; Willi Rusterholz, Grundeigentümer; Fredi Kölliker, «w55plus»; André Meier, Bauherrenvertreter; und Charly Suter, WGL-Präsident (von links).Foto: Romi Schmid

Am Stationsweg in Niederlenz ist am Montag vergangener Woche ein symbolischer Meilenstein gesetzt worden: Die Wohnbaugenossenschaft Lenzburg WGL lud zur Grundsteinlegung für das Projekt «Eichi». Dabei wurde ein Koffer einbetoniert, der unter anderem die Statuten der WGL enthält.

Mit der Grundsteinlegung ist der Weg frei für die nächste Etappe: Die Baumeisterfirma kann mit ihren Arbeiten beginnen. Das Projekt beschäftigt die WGL bereits seit 2019. Ursprünglich war es zusammen mit der Wohnbaugenossenschaft «w55plus» aufgegleist worden, die eigens für dieses Vorhaben gegründet worden war. Das Grundstück am Stationsweg gehört der Familie Rusterholz und wird im Baurecht zur Verfügung gestellt. Im November 2020 wurde ein Zusammenarbeitsvertrag zwischen den beiden Wohnbaugenossenschaften unterzeichnet. Dieser sah vor, dass das Bauprojekt durch die WGL realisiert wird und die «w55plus» in Baukommission und Ausschuss vertreten ist.

An der ausserordentlichen Generalversammlung vom 1. November 2021 stimmte die WGL dem Bauprojekt zu. Vorgesehen sind drei Baukörper mit insgesamt elf altersgerechten Wohnungen: fünf 2,5-Zimmer-Wohnungen und sechs 3,5-Zimmer-Wohnungen. Dazu kommen ein gemeinsamer Aufenthaltsraum und eine Waschküche. Die Baukosten wurden mit 6,2 Millionen Franken berechnet. Laut WGL hat eine realistische Neuberechnung ergeben, dass dieses Kostendach eingehalten werden kann.

Langer Weg bis zur Baubewilligung

Bis zur Grundsteinlegung brauchte es Geduld. Aus der Nachbarschaft gingen verschiedene Einsprachen ein. Diese führten im Zusammenhang mit der Gebäudehöhe und dem Mehrlängenzuschlag zu Anpassungen am Projekt. Die Baubewilligung wurde deshalb erst 2025 rechtskräftig. Der Baubeginn wurde auf den 9. März festgesetzt. Inzwischen hat sich die Ausgangslage verändert. Die Wohnbaugenossenschaft «w55plus» beschloss an ihrer ordentlichen Generalversammlung vom 21. April, auf das vorgesehene «opting-in» zu verzichten. Gleichzeitig wurde die Genossenschaft aufgelöst. Das Projekt wird seither allein durch die WGL realisiert.

Wer eine Wohnung mieten möchte, muss Mitglied der WGL werden. Das dürfte allerdings kein grosses Hindernis sein: Der Anteilsschein beträgt 500 Franken und liegt damit im schweizweiten Genossenschaftsvergleich tief. Die Vermietung soll voraussichtlich per Oktober 2027 erfolgen.

Das Interesse ist bereits jetzt gross. Laut WGL könnten die elf Wohnungen aufgrund der Nachfrage problemlos doppelt vermietet werden. Kein Wunder bei den Mietzinsen: Eine 2,5-Zimmer-Wohnung kostet 1030 Franken, eine 3,5-Zimmer-Wohnung 1440 Franken. Damit entsteht am Stationsweg nicht nur neuer Wohnraum, sondern auch ein Angebot, das in Niederlenz einem klaren Bedürfnis entspricht. Wenn im Herbst 2027 die ersten Bewohnerinnen und Bewohner einziehen, wird aus dem einbetonierten Koffer ein Stück Dorfgeschichte geworden sein.

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