Die Vorweihnachtszeit ohne den Samichlaus – undenkbar
Sarmenstorf Seit gut 50 Jahren organisiert in Sarmenstorf der Verein Jufo die schöne Tradition des Chlaus-Auszugs aus der Heiligkreuzkirche.

Seit Mitte der 1970er-Jahre organisiert in Sarmenstorf der Verein Jufo die schöne Tradition des Chlaus-Auszugs aus der Heiligkreuzkirche. Dort bekommen die Kinder in diesem Jahr am 1. Dezember die Gelegenheit, dem heiligen Nikolaus ihre Versli vorzutragen. Als Belohnung bekommen sie feinen Lebkuchen. Doch damit nicht genug, am 5. und 6. Dezember stehen für den Samichlaus und seine Schmutzli noch einige Hausbesuche im Kalender.
«Die Tage werden kürzer und die Nächte länger … und die Weihnachtszeit kündigt sich langsam an. Dies ist die Zeit, wo wir den heiligen Nikolaus feiern», so beginnt traditionell die Ankündigung des «Jufo» als Einstimmung auf die besinnlichste Zeit des Jahres. Nun wissen Eltern Bescheid, dass sie sich sputen sollten, wenn der Samichlaus auch ihre Kinder zuhause oder im Garten besuchen soll. Laut «Jufo» seien nicht wenige Anmeldungen eingetroffen. «Wir sind auf Kurs», bekundet Muriel Willborn, Vereinspräsidentin des «Jufo», erfreut.
Doch es sind nicht nur die Hausbesuche, die den Samichlaus ausmachen. Schon vorher erhalten Kinder und natürlich auch Erwachsene die Möglichkeit, in einer stimmungsvollen kleinen Feier in der Heiligkreuzkirche einen Blick auf den heiligen Mann zu erhaschen. Begleitet wird dieser wie immer von den ein wenig düster wirkenden Schmutzli, seinen eifrigen Helfern.
Stimmungsvoller Auszug stimmt auf Weihnachtszeit ein
Zu den Planungen berichtet Muriel Willborn: «Nach dem Chlaus ist vor dem Chlaus … Unsere Feedbacksitzung ist jeweils im Januar, danach beginnen im September die ersten Sitzungen.» Vorschläge für den Auszug müssten definiert werden, trotz der Routine und eines bewährten Grundkonzepts gelte es doch, einiges vorzubereiten. In diesem Jahr werde die neue Katechetin Esther Stalder den Inhalt der Feier gestalten und ihre Ideen einbringen. «Die Kinder der 1. und 2. Klasse haben den Sankt Nikolaus im Religionsunterricht thematisiert und werden mit ihren Liedern den Chlaus begrüssen», führt die Vereinspräsidentin näher aus und fügt hinzu: «Uns ist es wichtig, dass wir eine stimmungsvolle Atmosphäre in die Kirche bringen.» Auch die Lebkuchenbestellungen bei der Dorfbäckerei Ruckli sind ein fester Bestandteil der Vorbereitungen. So gibt es nach der Feier für die Anwesenden Lebkuchen. Weiterhin sorgen Finnenkerzen, eine Feuerschale und Tee für eine gemütliche Stimmung.
Neben der sorgfältigen Planung lebt die Tradition aber auch vom Engagement zahlreicher Freiwilliger. Dazu erläutert Muriel Willborn: «Wir wollen den Besuch vom Chlaus gern allen Familien ermöglichen. Dennoch sind wir auf finanzielle Unterstützung angewiesen, damit wir den Unterhalt und die Beschaffung der Gewänder bezahlen können.» Deswegen belaufen sich die Kosten für einen Chlausbesuch auf mindestens 30 Franken. Der Einsatz aller Beteiligten sei ein Ehrenamt. «Das Chlaus-OK-Team ist bereits seit vielen Jahren gemeinsam am Werk. Ich als OK-Präsidentin bedanke mich beim OK-Team und bei allen Beteiligten», erklärt sie. Abschliessend unterstreicht die Vereinspräsidentin den engagierten Einsatz des «Jufo» so: «Der grösste Dank ist das Leuchten der Kinderaugen.»