Good News für Teeliebhaber: «It’s Teatime» bleibt

Lenzburg In der Altstadt hält sich hartnäckig ein lästiges Gerücht: Das Teefachgeschäft «It’s Teatime» soll schliessen. Für die Inhaberin ist das ein Rätsel.

Sonja Hofstetter will mit den Gerüchten aufräumen: Sie will ihr Geschäft verkaufen – von Schliessen war nie die Rede.Foto: Rinaldo Feusi

Mehrere Male pro Tag werden wir von unserer Kundschaft gefragt, ob die Nachricht von unserer baldigen Geschäftsschliessung stimme. Eine Kundin fragte mich sogar, ob sie drei Kilogramm ihres Lieblingstees kaufen dürfe, jetzt, wo wir zumachen.» Sonja Hofstetter versteht die Welt oder zumindest die Lenzburger Altstadt nicht mehr. Es ist Fakt, dass in letzter Zeit mehrere Geschäfte an der Kirchgasse geschlossen haben. So zum Beispiel «Unikum» letztes Jahr oder erst kürzlich das «Vicolo». Aber Sonja Hofstetters Teegeschäft bleibt offen. «Diese Gerüchte stimmen alle nicht», stellt sie klar.

Seit neun Jahren zufrieden an der Kirchgasse

Sonja Hofstetter kommt ursprünglich aus der Pflege, begann dann aber in einem Teefachgeschäft zu arbeiten. Als dieses umzog, wagte sie den Schritt in die Selbstständigkeit. «Das war dann am Anfang schon sehr hart», gibt sie zu. Doch nach der Anfangsphase nahm der Erfolg seinen Lauf. Bald konnte sie Geld auf die Seite legen und sogar das Team erweitern. All das geschah an der Kirchgasse 21, wo sie noch heute ihr Geschäft führt. «Und ich bin seit neun Jahren glücklich hier», meint sie. Doch: «Ich werde ja auch nicht jünger und möchte meine GmbH gerne verkaufen.» Ob die Gerüchte vielleicht daher stammen? «Nur weil ich an einer Nachfolgelösung arbeite, heisst das ja nicht, dass der Laden zugeht. Im Gegenteil.» Sonja Hofstetter ist überzeugt, das Geschäft könne weiterhin erfolgreich geführt werden. Sie sieht sogar grosses Expansionspotenzial: «In Richtung Baden und Wettingen liegt die Teelandschaft brach. Wäre ich zehn Jahre jünger, hätte ich schon längst eine Zweitniederlassung eröffnet.»

Spürt eine Trendwende

Sonja Hofstetter glaubt an ihr Projekt und versichert, dass sie ein florierendes Geschäft zum Verkauf ausschreibt. Sie bemerke eine Trendwende innerhalb der Bevölkerung. «Grosse Teile meiner Kundschaft greifen nicht mehr als Erstes in den Medizinschrank, wenn es ihnen nicht gut geht. Sie wollen es zunächst mit natürlichen Mitteln versuchen», berichtet sie. Deshalb kommt eine Schliessung für das Unternehmen nicht infrage. «Ich will, dass der Erfolg weitergeht. Von Schliessung kann nicht die Rede sein.»

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