Zuversicht trotz roter Laterne

Handball Nach der Hälfte der 2.-Liga-Handball-Saison liegt die HSG Lenzburg auf dem letzten Tabellenplatz.

<em>Abgeblockt:</em> Der 18-jährige HSG-Lenzburg-Spieler Magnus Burgherr. Fotos: Ruedi Burkart

<em>Abgeblockt:</em> Der 18-jährige HSG-Lenzburg-Spieler Magnus Burgherr. Fotos: Ruedi Burkart

<em>Weist den Weg:</em> HSG-Lenzburg-Coach Sämi Werder an der Seitenlinie.

<em>Weist den Weg:</em> HSG-Lenzburg-Coach Sämi Werder an der Seitenlinie.

Coach Sämi Werder will trotz der Position am Ranglistenende nicht schwarzmalen. «Wir kommen da unten wieder raus», sagte er nach der jüngsten Niederlage. Übermorgen Samstag gehts in der Neuhofhalle gegen Spitzenklub Suhr Aarau II.

9 von 12 Partien verloren

Diese Zahlen lügen nicht. 12 Partien haben die Lenzburger Handballer in der laufenden 2.-Liga-Saison absolviert, 9 davon verloren und gerade mal 5 Zähler geholt. Nach der 20:22-Heimniederlage gegen Brugg am vergangenen Samstag liegen die Bezirkshauptstädter in der Tabelle auf dem zwölften und letzten Zwischenrang.

Immerhin: Der rettende neunte Platz, welcher Ende Saison den Klassenerhalt bedeutet, ist aktuell lediglich drei Punkte entfernt. Nach den 60 Minuten gegen clevere Brugger musste Lenzburgs Coach Sämi Werder konstatieren: «Es fehlte nicht viel zum Punktgewinn. Wir standen uns mit unnötigen Fehlern selber im Weg. Ein Punkt wäre drin gelegen.»

In der Tat. Nach 56 Minuten entschärfte Lenzburgs Goalie David Danko einen Schuss, lancierte den sofortigen Gegenstoss und Kremtim Rexha netzte zum zwischenzeitlichen 20:20 ein. Die Lenzburger schnupperten nach einem Sechstore-Rückstand also an der Überraschung. Doch Nonchalance im Angriff verhinderte einen durchaus möglichen Punktgewinn. Mit zwei späten Treffern machte Brugg alles klar und gewann 22:20.

Nicht in die Hände gespielt hat den Lenzburgern die erneute Absenz ihres torgefährlichsten Akteurs. Der 20-jährige Rückraumakteur Stefan Burgherr erzielt im Schnitt neun Treffer pro Partie, doch weil er auch in dieser Meisterschaft mit einer Doppellizenz ausgestattet ist, liegen seine Prioritäten bei 1.-Ligist Wohlen. Pech, dass die Freiämter am vergangenen Samstag zur gleichen Zeit spielten wie Lenzburg. «Stefan ist unglaublich schnell und dynamisch», sagt Werder, «er kann bei uns den Unterschied ausmachen.» Dumm nur, dass Burgherr bisher erst fünfmal das HSG-Dress getragen hat.

Das «verflixte zweite Jahr»

Dass der Lenzburger Coach in der laufenden Saison Sämi Werder heisst, ist kein Zufall. Denn der 38-Jährige orchestrierte im Frühling 2017 bereits die Rückkehr der HSG Lenzburg in die 2. Liga von der Seitenlinie aus. In der vergangenen Saison leistete er als Routinier auf dem Feld seinen Beitrag am Ligaerhalt.

Als der letztjährige Coach Nico Baumann seinen Posten zur Verfügung stellte, übernahm erneut Werder. «Ich sagte damals dem Vorstand, dass sie auf mich zählen können, falls sie niemanden für das Traineramt finden würden», so der ehemalige NLB-Handballer. Und weil sich keine andere Alternative aufdrängte, sagte Werder eben zu. Trotz der mässigen Resultate liebt er seinen Job: «Wir haben hier in Lenzburg eine perfekte Infrastruktur, ich habe immer 12 bis 14 Spieler im Training – das passt.»

Ob es nach dem letzten Meisterschaftsspiel am 28. März ebenfalls noch «passt» – also der Ligaerhalt sichergestellt ist –, wird man sehen.

Nächste Partien der HSG Lenzburg. Samstag, 25. Januar: Suhr Aarau II (17.45 Uhr, Neuhof); Samstag, 8. Februar: Biberist (17 Uhr, auswärts); Samstag, 22. Februar: Biel II (16.15 Uhr, Neuhof); Samstag, 29. Februar: Zofingen (17.45 Uhr, Neuhof).

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