Gemeinsame Erinnerungen: 700 + 20 Jahre Stadtfest «lenzburg findet stadt!»
Feier 2006 Jahren feierte Lenzburg 700 Jahre Stadtrecht. Letzte Woche fanden sich ehemalige OK-Mitglieder zu einem ungezwungenen Apéro zusammen.
Vor 20 Jahren feierte Lenzburg 700 Jahre Stadtrecht. Während zweier Wochenenden wurde in Beizen gefeiert, auf verschiedenen Bühnen Musik und Kultur dargeboten und beim Stadt-Zmorge sowie am Gourmet-Tag geschlemmt. Das Theater Ängelrain wurde aufgeführt, ein historischer Markt durchgeführt, Stadttore führten in die verschiedenen Festbereiche, und Wasserspiele sowie eine Lasershow begeisterten das Publikum. Auch würdige Reden und Grussworte durften nicht fehlen. Einzigartige Kunstprojekte verliehen dem Anlass zusätzliche Strahlkraft. Es war viel los ... bei allerdings teilweise garstig kalten Temperaturen.
Letzte Woche fanden sich ehemalige OK-Mitglieder auf Einladung des damaligen OK-Präsidenten René JeanRichard zu einem ungezwungenen Apéro zusammen, um in Erinnerungen zu schwelgen. Nicht mehr zu allen Mitgliedern konnte der Kontakt hergestellt werden, und nicht alle waren zeitlich abkömmlich. Der damalige Stadtammann Hans Huber liess es sich nicht nehmen, als Erster das Wort zu ergreifen und dem gesamten OK seinen grossen Dank auszusprechen. Eines seiner vielen persönlichen Highlights: Er dürfte wohl zu den wenigen Männern gehören, für die die Meisterschwander Meitlisonntag-Vereinigung eigens nach Lenzburg kam, um ihn mit ihrem Grasbogen einzufangen. René JeanRichard war während des Stadtfestes beinahe Tag und Nacht unterwegs. Besonders in Erinnerung blieb ihm ein nächtliches Erlebnis: Nach Konzert- und Beizenbesuchen hörte er um drei Uhr Orgelklänge aus der Stadtkirche. Dort durfte er einem meditativen Konzert der damaligen Organistin Helen Thürig beiwohnen und nach der Hektik des Abends zur Ruhe kommen. JeanRichard würdigte zudem die enge Zusammenarbeit im rund 60-köpfigen Organisationskomitee: «Es war auch damals nicht selbstverständlich, dass man sich in diesem Ausmass engagierte und so viel Zeit investierte. Aber es hat sich definitiv gelohnt.»
Das letzte Wort hatte der amtierende Stadtpräsident Andi Schmid, der während des Stadtfestes gerade volljährig geworden war und die Festtage ausgiebig miterlebt hatte. Er zeigte sich beeindruckt vom damaligen Grosseinsatz und von der Vielfalt des Programms. Zugleich richtete er den Blick nach vorn: Der Zusammenhalt der Bevölkerung und der Austausch untereinander seien wichtige Schwerpunkte der Stadt für die kommenden Jahre. Damit sei auch das 725-Jahr-Jubiläum bereits im Blickfeld. Versprechen könne er noch nichts, er sei jedoch sehr zuversichtlich.
Im gemeinsamen Austausch zeigte sich, wie lebendig die Erinnerungen an das Stadtfest auch nach 20 Jahren noch sind. Viele Begegnungen, besondere Erlebnisse und manche Anekdote sind den ehemaligen OK-Mitgliedern noch sehr präsent. Ebenso deutlich wurde, wie stark die intensive gemeinsame Vorbereitungszeit und das Fest selbst die Beteiligten zusammengeschweisst hatten. In einem Punkt waren sich alle einig: Wer auch immer das nächste Stadtfest organisiert – es soll eine neue, junge Crew sein, die eigene Ideen entwickelt und dem Fest ihre ganz persönliche Handschrift verleiht. Zwei Jahre bleiben noch, um sich dies zu überlegen. Denn spätestens drei Jahre vor dem Jubiläum sollte die Organisation eines Festes dieser Grössenordnung beginnen. So gesehen: 2031 ist schon bald, wir freuen uns, wenn Lenzburg weiterhin «stadtfindet». pd/rfb)







