Junge Talente begeistern zum Festivalstart

Unerhört Am 21. August starteten die Musikalischen Begegnungen Lenzburg unter dem Motto «UNERHÖRT». Das Jugend-Sinfonieorchester Aargau nahm das Publikum mit auf eine «Odyssee» und sorgte beim Eröffnungskonzert im Rittersaal des Schlosses Lenzburg für einen stimmungsvollen Auftakt.

Monika Altorfer mit Stefanie Jud beim Eröffnungsapéro.Foto: Debora Hugentobler

Monika Altorfer mit Stefanie Jud beim Eröffnungsapéro.Foto: Debora Hugentobler

Das Jugend-Sinfonieorchester mit Dirigent Hugo Bollschweiler.Foto: Debora Hugentobler

Das Jugend-Sinfonieorchester mit Dirigent Hugo Bollschweiler.Foto: Debora Hugentobler

Stefanie Jud, Präsidentin der Musikalischen Begegnungen Lenzburg, freute sich besonders auf das diesjährige Festival, weil es das erste Programm der neu zusammengesetzten musikalischen Leitung ist. Marc Jaussi ist neuer Co-Leiter und entwickelte gemeinsam mit Andrea Hofstetter das Leitthema und das Programm mit den dazu passenden Lokalitäten.

Das Unerhörte hat viele Facetten

Die Eröffnungsrede hielt Musikpädagogin Monika Altorfer und widmete sie dem Wort «UNERHÖRT». Denn dieses kann vieles bedeuten: skandalös, ungeheuer – oder schlicht noch nie gehört. Altorfer begab sich auf eine «Schatzsuche» durch das Konzertprogramm und gab einen kleinen Einblick in ungeheuer schöne Konzertlokalitäten, skandalöse Titel und noch nie gehörte Instrumente, die das Festival bis zum 6. September bereithält. Dabei betonte sie: «Das Unerhörte wohnt der Livemusik immer inne – denn durch die Interaktion von Ausführenden und Zuhörenden entsteht jedes Mal etwas unerhört Einmaliges.»

Drei Werke, viele Talente und ein begeistertes Publikum

Das Jugend-Sinfonieorchester Aargau vereint unter der Leitung von Hugo Bollschweiler zweimal jährlich 50 bis 70 junge Talente für eine Konzerttournee. Mit ihrem Programm «Odyssee» eröffneten sie drei musikalische Perspektiven auf das Unerhörte und nahmen das Publikum mit auf eine abwechslungsreiche Reise. Das Orchester startete leise, zunächst mit den Streichern und Luigi Dallapiccolas «Piccola musica notturna». Das zweite Werk, Felix Mendelssohn Bartholdys «Meeresstille und glückliche Fahrt», war von Goethes Dichtung inspiriert und führte auf eine Odyssee übers Meer. Die Wirkung entstand durch das Zusammenspiel der Streich- und Blasinstrumente und den schnellen Wechsel zwischen sanften Tönen und kraftvollen Klängen. Mit Amy Beachs «Gaelic Symphony» fand das Konzert einen würdigen Abschluss. Das Orchester verabschiedete sich als Chor mit – wie Hugo Bollschweiler sagte – «dem Lied, das im Moment das sinnvollste ist», und sang Amy Beachs «Peace I leave with you».

Das Jugend-Sinfonieorchester war sichtlich stolz auf seine Leistung. Es wurde abgeklatscht, umarmt – und Tränen flossen. Die Freude der jungen Musikerinnen und Musiker war spürbar, und aus dem Publikum kamen begeisterte Worte wie «irrsinnig gut».

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