Zur Geschichte: Das Lauégut und die Wasserkraft

Alte Sheddachhallen am Kanal mit der Tafel Industriekultur am Aabach.Foto: zvg

Alte Sheddachhallen am Kanal mit der Tafel Industriekultur am Aabach.Foto: zvg

Dieser Gebäudekomplex steht unter Substanzschutz und darf nicht abgebrochen werden.Foto: Verein Industriekultur am Aabach

Dieser Gebäudekomplex steht unter Substanzschutz und darf nicht abgebrochen werden.Foto: Verein Industriekultur am Aabach

Lauépark mit noch vorhandener Wasserführung, die den Teich im nord-westlichen Teil des Parks speist.Foto: Verein Industriekultur am Aabach

Lauépark mit noch vorhandener Wasserführung, die den Teich im nord-westlichen Teil des Parks speist.Foto: Verein Industriekultur am Aabach

Die beiden Kanäle Hornikanal und Rotwuhrkanal.Foto: Verein Industriekultur am Aabach

Die beiden Kanäle Hornikanal und Rotwuhrkanal.Foto: Verein Industriekultur am Aabach

Geschichte der Wasserkraft Auf dem Areal wurde im Jahr 1777 die Textilmanufaktur J. R. Dolder gegründet, welche im Jahre 1781 von Christian Friedrich Laué übernommen wurde. Die Indienne-Manufaktur Laué (= Baumwollverarbeitung und maschinelle Färbetechnik) umfasste neben dem Manufakturgebäude (Assek. Nr. 210) auch weitere Fabrikgebäude. In der Siegfriedkarte sind Ende des 19. Jahrhunderts bereits einige Industriebauten und künstlich angelegte Gewässer erkennbar.

Im Verlaufe der Zeit und insbesondere nach dem Niedergang der Textilindustrie und nach dem Verkauf des Unternehmens durch die Familie Laué wurde das Areal für verschiedene Zwecke genutzt. Das waren eine Sägerei, mechanische Werkstätten, eine Glanzfadenfabrikation, eine Hutflechterei, eine Xylolithfabrikation (Fabrik für Steinholz-Bodenbeläge) und eine Kohlensäurefabrik. Im Jahr 1920 wurde das Kupferdraht-Isolierwerk von Karl Tobler gegründet, was in den folgenden Jahren zu markanten Um- und Ausbauten des Areals führte. 1969 wurde das Kupferdraht-Isolierwerk von den Kabelwerken Brugg übernommen.

Wasserkraft im Laué-Areal

Das Aabach-Kraftwerk von der Kupferdraht-Isolierwerk AG in Wildegg produziert immer noch Strom. In dieser heute noch bestehenden Anlage sind eigentlich vier Wasserrechte zusammengefasst.

Zum heutigen Fabrikgelände führten früher zwei getrennte Kanäle, der Rotwuhrkanal (Wasserwerke 581 und 533) und der Hornikanal (Wasserwerke 580 und 532).

Die Wasserrechte 532 und 580 waren dem Hornikanal zugehörig, wobei Nr. 580 eine Sägerei war und das erste Werk, welches am Kanal betrieben wurde. 1878 wurde der Antrieb mit einem Wasserrad und später mit einer Girard-Turbine versorgt. 1909 wurde die Sägerei abgebrochen.

Die Werke 581 und 533 lagen am Rotwuhrkanal, dieser Kanal existiert nicht mehr. Am Ort des heutigen Fabrikgeländes wurden um 1775 eine Hanfreibe, eine Ölmühle und eine Gipsmühle angetrieben.

Heute sind die Wasserrechte in der Konzession Nr. 532 vereinigt und das Wasser wird über den Hornikanal vom Aabach zum Kraftwerk geführt.

Nächste geplante Anlässe

• Samstag, 20. Juni, 10 Uhr, Inforaum Bleiche Lenzburg: Thema, Manufaktur Laué Wildegg

• Donnerstag, 24. September, 18.30 Uhr: Themenführung Wisa Gloria, 3- fach-Weiche

• Zu den einzelnen Anlässen wird es weitere Infos geben unter:

www.industriekultur-aabach.ch, Anfragen an:

info@industriekultur-aabach.ch.

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