Würdige Einweihung der Stadtkirche
Festgottesdienst, MagnificatKonzert, Orgelspiele, Glockengeläute, Führungen und Festbroschüre: Die Einweihung der renovierten Stadtkirche wird als würdiger Anlass in die Chronik der Reformierten Kirchgemeinde Lenzburg-Hendschiken eingehen.

Am letzten März-Sonntag wurde in Lenzburg die renovierte Stadtkirche nach sieben Monaten Bauzeit wieder festlich eingeweiht. Allenthalben waren Freude und Dankbarkeit spürbar. Die Gemeinde hatte allen Grund, Abendmahl zu feiern, «Grosser Gott, wir loben dich» anzustimmen, Orgelspiele und das Magnificat als Matinee-Konzert anzuhören, zu beten, zu danken und schliesslich anzustossen.
Aussen wie innen erstrahlt die renovierte 350-jährige Kirche in neuem Glanz. «Ein festlicher Innenraum, wo sich Vergangenheit und Zukunft zeitlos und würdevoll miteinander verbinden», findet Jonas Kallenbach von der kantonalen Denkmalpflege und spricht von einer konstruktiven Zusammenarbeit mit den an der Restauration Beteiligten. Das Ensemble Academia Musica bereicherte den Festgottesdienst und die Einlagen der erblindeten Sopranistin Pavla Flamova aus Tschechien vermochte manches Herz zu berühren. Bereicherung? Da darf im Besonderen auch das eindrückliche Matinee-Konzert mit dem Magnificat von Johann Sebastian Bach vom Ensemble Academia Musica hinzugezählt werden.
Das Haus wieder beleben
Pfarrerin Susanne Ziegler blickte zurück auf den 30. Juni 1991, als die Kirche nach einer umfassenden Renovation wieder der Gemeinde übergeben wurde. Bei den zitierten Pfarrpersonen Ulrike Büchs, Kurt Flückiger und Walter Mäder kamen Erinnerungen hoch. «Gott, wir sind dankbar für die abgeschlossene Renovation, dankbar für Deine schützende Hand, die Du über alle baulichen Tätigkeiten ausgebreitet hast. Wir wollen heute Dein Haus wieder füllen mit Deinem Heiligen Geist, bitten Dich um Deine Gegenwart und Deinen Segen», betete Pfarrerin Susanne Ziegler. In ihrer Predigt lud sie die Gemeinde ein, dem Haus wieder neu den lebendigen Geist einzuhauchen. Durch Beten, Gottesdienstefeiern, Suchen nach Stille, Mediation, Trost und Frieden. Kerzen sollen angezündet, Lieder gesungen und Musik gespielt werden. Und die Orgel möge erklingen zum Lobe Gottes und zur Freude der Menschen.
Fester Platz in unseren Herzen
Kirchenpflegepräsident Johannes Burger würdigte mit grosser Dankbarkeit das Projekt der Restauration 2016/2017. «Wir haben alles darangesetzt, dass die Stadtkirche weiterhin ihren festen Platz in uns und in unserer Stadt einnehmen kann», betonte der Redner. Jolanda Hofmann vom Architekturbüro Baumann & Waser, Lenzburg, fügte an: «In diesem Raum steckt so viel handwerkliches Können. Er ist gewachsen und trägt seine Geschichte in sich. Während der Arbeiten zeigte sich dies immer wieder.»
Auf dem Vorplatz und im Festzelt beim Apéro wurde die Freude geteilt. Seitens der Katholischen Kirchgemeinde reihten sich, ganz im Sinne gelebter Ökumene, Pastoralraumpfarrer Roland Häfliger und Kirchenpflegepräsidentin Yvonne Rodel unter die Gratulanten. Das würdige Fest fand den Abschluss mit einem Orgelkonzert von Andreas Jud und einem emotionalen viertelstündigen Glockengeläute.



