Wetterglück an 1.-August-Feier

Bundesfeier «Den Mutigen gehört die Welt»: trotz schlechten Wetterprognosen fand die Bundesfeier am 1. August auf der Südbastion von Schloss Lenzburg statt. Der Mut wurde belohnt: die paar Tropfen, die es gab, konnten der heiteren Stimmung nichts anhaben.

Festrednerin Sibylle Lichtensteiger, Leiterin Stapferhaus Lenzburg.Foto: Romi Schmid

Zahlreich erschien das Publikum am Morgen des 1. August, um gemeinsam auf dem Schloss Lenzburg den 733. Geburtstag der Schweizer Eidgenossenschaft zu feiern. Trotz durchzogenem Wetter war die Stimmung auf der Südbastion heiter und entspannt. Eingerahmt in die harmonischen Klänge der Brass Band Imperial Lenzburg verfolgte das bunt gemischte Publikum den ökumenischen Gottesdienst und im Anschluss an das Grusswort von Stadtammann Daniel Mosimann gebannt die Festrede von Sibylle Lichtensteiger, Leiterin Stapferhaus Lenzburg.

Miteinander in Dialog kommen

Sie könne sich keinen besseren Ort für eine 1.-August-Rede vorstellen als diese wunderbare Südbastion mit grandioser Weitsicht und tausendjähriger Geschichte, begann Sibylle Lichtensteiger ihre Festansprache. Auch ihre Geschichte begann hier auf dem Schloss vor rund 30 Jahren. Als Geschichtsstudentin verschlug es die Zürcherin damals nach Lenzburg aufs Schloss, um für einen Studentenjob beim Stapferhaus – damals war dieses noch im Schloss untergebracht –vorzusprechen. Sie kam – und blieb. Damals wurde die Ausstellung «Anne Frank und wir» gezeigt, erinnert sie sich. «Die Ausstellung zog weite Kreise und lockte viel Publikum an. Denn sie legte den Finger auf einen wunden Punkt: uns. wir. Was war unsere Rolle? Das gefiel nicht allen, doch genau das war das Spannende, die Gespräche, die Auseinandersetzung mit anderen Meinungen.» Auch 30 Jahre später sei der Auftrag derselbe: relevante Themen mit einem breiten Publikum diskutieren, miteinander ins Gespräch kommen. Für jede Menge Gesprächsstoff wird auch die kommende Ausstellung im Stapferhaus wieder sorgen, auf die Sibylle Lichtensteiger zum Ende ihrer Ansprache eingeht. «Hauptsache Gesund. Eine Ausstellung mit Nebenwirkungen», heisst sie. Und bereits der Name ist so vielversprechend, dass man sich bereits heute darauf freut. Die Ausstellung startet mit der einfachen Frage «Wie geht es dir?». Diese lässt sich mit «Danke, gut, und dir?» höflich abhaken. Sie liesse sich aber auch dazu nutzen, miteinander in ein tieferes Gespräch und in den Dialog zu kommen. Dies wäre ein schönes Geburtstagsgeschenk für die Schweiz – und der soziale Austausch ist übrigens auch das beste Rezept für ein langes, gesundes Leben. In diesem Sinne wünschte sie allen Anwesenden spannende Gespräche und einen heiteren Austausch beim anschliessenden Beisammensein.

Gute Stimmung und feine Grilladen

Das Wetter meinte es gut mit den Feiernden. So konnte im Schlosshof, wo im Anschluss an den offiziellen Teil feine Würste, süsse Leckereien und erfrischende Getränke auf die Besucher warteten, der 733. Geburtstag der Schweiz bei bester Stimmung gefeiert werden.

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