Weniger Parkplätze ab September
Bahnhof Per Plakat informiert die SBB über die Aufhebung der 265 Park+Rail-Parkplätze am Bahnhof. Alternativen sind geplant.

Die Neugestaltung des Bahnhofs hat Folgen für Autofahrerinnen und Autofahrer. Mit Beginn der Bauarbeiten wird das heutige Park+Rail-Areal für die Baustelle benötigt und kann nicht mehr als Parkplatz genutzt werden. Auch die heutigen Parkplätze bei der Post fallen weg, weil dort während der Bauzeit der provisorische Bushof eingerichtet wird. Der Baustart ist für September vorgesehen, sofern der entsprechende Entscheid des Bundesamts für Verkehr rechtskräftig ist. Nach dem Umbau sind noch 50 von den ursprünglich 265 Park+Rail-Plätzen vorgesehen.
Angebot wird kleiner, Stadt setzt auf Förderung anderer Verkehrsmittel
Während der Bauzeit bestehen Parkierungsmöglichkeiten im Murackerparkhaus sowie beim privaten Angebot «Gleis 2» am Niederlenzer Kirchweg. Für Kurzzeitparkierende stehen sechs oberirdische Parkplätze entlang der Murackerstrasse zur Verfügung. Hinzu kommen 29 Parkplätze im ersten Untergeschoss des Murackerparkhauses. Die Plätze dort werden von der Stadt Lenzburg vermietet, jene beim «Gleis 2» durch einen privaten Anbieter. Nach Abschluss der Neugestaltung wird das Park+Rail-Angebot kleiner sein als heute. Im Soderareal an der Murackerstrasse sind im bestehenden dritten Untergeschoss 50 Park+Rail-Parkplätze vorgesehen. Weitere 27 Plätze dienen dem Eigenbedarf der SBB.
Tiefgarage wird vorerst nicht realisiert – bleibt aber möglich
Eine frühere Projektvariante sah unter dem neuen Bushof eine Tiefgarage mit 90 Park+Rail- und acht Mobility-Parkplätzen vor. Diese Lösung wurde wegen des baulichen Aufwands, der Kosten und der verkehrlichen Auswirkungen nicht weiterverfolgt. Die Realisierungskosten hätten laut Stadt bei über 140000 Franken pro Parkplatz gelegen. Das Parkhaus bleibt jedoch Bestandteil des Gestaltungsplans und könnte grundsätzlich durch Dritte realisiert werden. Mit dem Umbau sollen zugleich andere Mobilitätsformen mehr Platz erhalten. Insbesondere das Angebot für den Veloverkehr wird ausgebaut. Bei der Festlegung der Zahl der Park+Rail-Plätze werden laut Stadt unter anderem Nachfrage, Auslastung, bauliche Möglichkeiten, Kosten und verkehrliche Auswirkungen berücksichtigt.



