Vom Koch-Stift zum «Krone»-Direktor

Hotellerie «Er verkörpert innerhalb unserer Gruppe die klassische Tellerwäscherkarriere.» So beschreibt Hotel-Unternehmer Rolf Kasper den letzte Woche als Direktor des Traditionshauses «Krone» eingesetzten Fabian Muntwyler.

<em>Der neue «Krone»-Direktor in der Mitte:</em> Die AargauHotels.ch-Chefs Rolf Kasper und Dominik Wyss flankieren Fabian Muntwyler. Foto: tf
<em>Der neue «Krone»-Direktor in der Mitte:</em> Die AargauHotels.ch-Chefs Rolf Kasper und Dominik Wyss flankieren Fabian Muntwyler. Foto: tf

Der Direktorenwechsel in der «Krone» ist auch ein Generationenwechsel. Der erst 30-jährige Fabian Muntwyler wurde Nachfolger von Marc A. Kilchenmann. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger, der sich vor seinem Engagement im ersten Haus auf dem Platz Lenzburg Meriten im umkämpften Hotel-Markt in der Tourismus-Weltstadt St. Moritz abverdient hatte, ist Muntwyler ein «Kind» der Gruppe AargauHotels.ch, zu der die «Krone» seit 2015 gehört.

«Ich habe meine Kochlehre im ‹Bären› in Suhr absolviert», blickt Muntwyler auf seine Anfänge in der Gastronomie und innerhalb der Hotelgruppe von Unternehmer Rolf Kasper zurück. Inzwischen hat er sich intern und extern (dipl. Hotelmanager NDS HF) weitergebildet. Als Souschef in der Küche des Hotels Lenzburg hatte er schon Kontakt zu seinem neuen Wirkungsort.

«Betrieb vorwärtsbringen»

Zuletzt war er Direktor des Hotels aarauWest in Oberentfelden. Obwohl es von der Grösse her mit der «Krone» vergleichbar ist, ist hier vieles wieder neu für den Neuen: «Ich will mich gut einarbeiten und danach den Betrieb vorwärtsbringen und die Vorgaben erfüllen. Das Wichtigste ist jedoch: Die Gäste sollen hier glücklich sein.»

Eine Besonderheit ist hier zu beachten. Die «Krone» gehört nicht nur zu den AargauHotels.ch, sondern als «Mercure»-Hotel auch zur internationalen Accorgruppe. «Deshalb kommen wir an neue Gäste heran. Die ‹Krone› hat auf dem Platz Lenzburg einen hohen Bekanntsheitgrad, doch mit ‹Mercure› erschliessen wir uns ein neues Segment», hält Dominik Wyss, Direktor der AargauHotels-Gruppe, fest.

«Ehrliche Trennung»

Wyss schildert auch die Gründe, die zur Trennung vom bisherigen Direktor Marc A. Kilchenmann geführt haben: «Er hat viele Sachen sehr gut gemacht, doch sind wir beide zum Schluss gekommen, dass wir uns in wichtigen Punkten nicht finden.» Die Gruppen-Leitung sei in verschiedenen, auch wirtschaftlichen Bereichen nicht mehr zufrieden gewesen. «Wenn man merkt, dass es nicht stimmt, ist eine ehrliche Trennung besser, als dass beide Seite weiter unglücklich sind miteinander», so Wyss.

Der bisherige Direktor wird nicht schnöde abserviert. «Wir haben ihm angeboten, Gesamtleiter der neu zu bildenden Vereinigung der ausserkantonalen Hotels unserer Gruppe zu werden», so Rolf Kasper. Dabei handelt es sich unter anderen um Häuser auf der Rigi, in Grindelwald, Herisau und am Sempachersee. Ob Marc Kilchenmann das Angebot annehmen wird, ist noch offen.

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