Verzicht auf Legislaturziele: Die Stadt richtet ihre Strategie neu aus

Verwaltung Mit der Strategie 2026+ richtet der Stadtrat Lenzburg die langfristige Entwicklung der Stadt neu aus. Legislaturziele werden von einer Strategie abgelöst, die langfristig Orientierung geben soll. Im Zentrum stehen drei Stossrichtungen: Identität, Wachstum und Finanzen.

Gesellschaftliche, wirtschaftliche und räumliche Rahmenbedingungen verändern sich zunehmend rasch. Eine auf vier Jahre angelegte Legislaturplanung kann diese Dynamik nur bedingt abbilden. Deshalb entwickelt der Stadtrat seine strategische Führung weiter. Mit der Strategie 2026+ denkt er langfristiger und handelt zugleich agiler: Er überprüft die strategische Ausrichtung regelmässig und reagiert auf neue Ausgangslagen. «Wir wollen nicht nur auf Entwicklungen reagieren, sondern Lenzburg vorausschauend gestalten. Dabei bauen wir auf unseren Stärken auf und blicken mutig und positiv in die Zukunft», sagt Stadtpräsident Andreas Schmid.

Bewahren, was trägt, undwagen, was kommt

Das erneuerte und bewusst gestraffte Leitbild bildet die Grundlage der Strategie 2026+. Unter dem Leitsatz «Lenzburg. Bewahren, was trägt. Wagen, was kommt.» beschreibt es, wie Lenzburg heute und in Zukunft wirken will: als Heimat und Gestalterin, die mit Substanz handelt und Verantwortung über Generationen hinaus übernimmt. Dabei beginnt Lenzburg nicht bei null. Vision, Mission und Werte bestehen bereits und werden in der Stadtverwaltung gelebt. Die Vision «Lenzburg wirkt», die Mission «Mit Lenzburg punkten» und die vier Werte Achtsamkeit, Leistung, Kompetenz und Entwicklung bleiben bestehen. Die Strategie 2026+ knüpft bewusst daran an und führt diese Grundlagen mit dem erneuerten Leitbild und den strategischen Stossrichtungen zusammen. Die Stadt versteht sich dabei zudem als Ermöglicherin. Sie schafft gute Rahmenbedingungen, damit Bevölkerung, Wirtschaft, Vereine und Institutionen ihre Stärken einbringen, Initiative entwickeln und gemeinsam zur Zukunft Lenzburgs beitragen können.

Drei strategische Stossrichtungen

Für die künftige Entwicklung setzt der Stadtrat drei Schwerpunkte. Erstens will Lenzburg seine Identität erhalten und die Verbundenheit stärken. Dazu gehören gelebte Traditionen, gesellschaftliches Engagement und attraktive Begegnungsräume. Zweitens soll Wachstum als Chance genutzt werden. Die Stadt integriert neue Quartiere und Arbeitsplätze ins bestehende Stadtleben, schafft attraktive Wohn- und Arbeitsräume und stärkt die regionale Wertschöpfung. Drittens will Lenzburg seinen finanziellen Handlungsspielraum stärken. Wachstum, unternehmerisches Handeln und eine vorausschauende Investitionspolitik sollen dazu beitragen, dass die Stadt auch künftig über die notwendigen Mittel für ihre Entwicklung verfügt.

Von der Strategie zur konkreten Umsetzung

Strategische Dimensionen übersetzen die drei Stossrichtungen in konkrete Handlungsfelder. Sie reichen von Arbeitgeberin, Innovation, Kommunikation und Finanzen über Wirtschaft, Raumentwicklung und Mobilität bis zu Bildung, sozialer Sicherheit, Gesundheit und Gesellschaft. Damit verbindet die Strategie 2026+ das langfristige politische Ziel mit dem konkreten Handeln der Stadt. Bestehende und neue Vorhaben richten sich künftig noch stärker danach aus, welchen Beitrag sie zu den strategischen Stossrichtungen leisten. Gleichzeitig bleibt die Strategie bewusst dynamisch. Der Stadtrat überprüft regelmässig die gesetzten Schwerpunkte, beurteilt neue Herausforderungen und nimmt bei Bedarf Anpassungen vor. So verbindet Lenzburg einen klaren langfristigen Kurs mit der nötigen Beweglichkeit. «Lenzburg wirkt» ist dabei mehr als eine Vision: Sie wird bereits gelebt und bleibt der Anspruch für die Zukunft. Gemeinsam mit der Mission «Mit Lenzburg punkten» und den vier Werten gibt sie Orientierung für das tägliche Handeln. Die Strategie 2026+ führt diesen Weg weiter – mit dem Anspruch, Lenzburg aktiv, verantwortungsvoll und vorausschauend zu gestalten. (pd/rfb)

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