Nischenkulturen mit Zukunft
Familienbetrieb Erdnüsse, Wassermelonen und Kürbisse: Der Familienbetrieb Salm widmet sich unter anderem dem Anbau von Nischenkulturen. Am Samstag findet ein Tag der offenen Tür statt.

Zwiebeln und Süssmost gehören ebenso zum Angebot der Familie Salm wie Kürbisse, Wassermelonen und Erdnüsse. Der in der Schweiz seltene Anbau von Erdnüssen hat eine besondere Geschichte. Vor rund fünf Jahren importierte die Familie «aus einer Schnapsidee» heraus Saatgut für Erdnüsse. Informationen zum Anbau waren im Internet allerdings kaum zu finden. Die Familie musste sich alles selbst beibringen. «Wir sind immer noch am Ausprobieren, aber haben es schon ziemlich gut im Griff», sagt Hansjörg Salm.
Für die Landwirtschaft sei es von Bedeutung, sich mit anderen Kulturen auseinanderzusetzen. Nicht nur beim Anbau von Erdnüssen, auch bei Kürbissen und Wassermelonen denken sie langfristig: Im Hinblick auf die Klimaerwärmung würden diese Kulturen gut passen. Es handle sich um zukunftsorientierte Nischenkulturen, deren Markt in der Schweiz klein sei. Dass die Familie ihre Produkte trotzdem absetzen kann, liegt zudem daran, dass sie an ihren Standorten in Lenzburg und Kirchdorf die Kundschaft vor der Haustür haben. Menschen aus der Umgebung, die den Betrieb bis anhin noch nicht kennen, möchten sie mit dem bevorstehenden Hoffest erreichen. Am 19. September stellt die Familie Salm ihren Betrieb beim Tag der offenen Tür vor. «Ein interessanter, nicht alltäglicher Anlass mit spannenden Kulturen», sagt Salm. Vieles wird gezeigt – das Geheimnis des Erdnussanbaus bleibt jedoch gewahrt.
Erdnussröstung live
Am Samstag erwartet die Besuchenden eine Festwirtschaft mit Suppe und Grillgut. Für die Kinder gibt es Spiele und die Möglichkeit, Kürbisse nicht nur an der Ausstellung zu bewundern, sondern auch selbst zu bemalen. Ein besonderes Highlight ist die Vorführung des Erdnussröstens mit der 120 Jahre alten Kaffeeröstmaschine. Für die Vorführung kommen importierte Erdnüsse zum Einsatz, denn die eigenen Erdnüsse werden voraussichtlich Ende Oktober röstbereit sein. Den diesjährigen Ertrag schätzt die Familie aufgrund der Hitze und des trockenen Klimas – Bedingungen, die dieser Kultur entgegenkommen – als hoch ein. Dass die Erdnüsse gefragt sind, hat sich bereits im vergangenen Jahr gezeigt: Damals waren sie rasch ausverkauft. In diesem Jahr rechnet die Familie Salm ebenfalls mit einer hohen Nachfrage. Sie informiert ihre Kundschaft deshalb frühzeitig über ihren «Erdnewsletter».



