Unternehmer hörten Neues vom elektronischen Patientendossier
Die Stadt lädt jährlich zum Unternehmer-Apéro – diesmal ins Quartier Im Lenz zur IT-Firma Hint AG. Passend zur Branche hörten die Firmenvertreter einen Vortrag über den Stand des elektronischen Patientendossiers.
Der Unternehmerapéro hat sich als Netzwerk-Anlass der Lenzburger Firmenleiter bestens etabliert. Stadtammann Daniel Mosimann strich in seiner Begrüssung die Bedeutung der lokalen Wirtschaft, insbesondere als Arbeitgeber, hervor. Zurzeit stellen 650 Unternehmen etwa 7000 Arbeitsplätze zur Verfügung. Zu deren CEO, Leitern und Geschäftsführern pflege die Stadt ein offenes, hilfsbereites Verhältnis: «Wir wollen allen ein verlässlicher Ansprechpartner sein», so Mosimann.
70 Prozent der Firmen in Lenzburg sind im Dienstleistungssektor tätig. Ein typischer Vertreter war der diesjährige Gastgeber: die Hint AG. CEO Markus Goldschmid stellte die ausschliesslich für Leistungserbringer im Gesundheitswesen tätige IT-Firma vor.
Auch in dieser Boom-Branche gewinnt die Informations-Technologie (IT) eine immer grössere Bedeutung. Die 2004 in Aarau gegründete Hint AG wuchs parallel, brauchte immer mehr Raum und dislozierte im letzten Jahr mit ihren nun rund 100 Mitarbeitern ins ehemalige Hero-Areal.
EPD bald Realität
Passend zum Sektor der Hint AG war das Fachreferat des Anlasses gewählt. Nicolai Lütschg, als Geschäftsführer der Stammgemeinschaft eHealth Aargau, orientierte über «Die Zukunft des elektronischen Patientendossiers (EPD) im Aargau». Bei Lütschgs Stelle laufen die Vorbereitungsarbeiten für die EPD-Einführung im Kanton zusammen.
Dass die elektronische Krankengeschichte für Leistungserbringer (etwa Ärzte, Kliniken, Reha-Stationen), aber vor allem für Patienten zahlreiche, möglicherweise lebensrettende Vorteile bietet, zeigte der Referent anhand von Beispielen auf. Er vergass jedoch nicht, auf mögliche Gefahren hinzuweisen, etwa wenn die Daten in falsche Hände (Versicherer, Arbeitgeber) gerieten. Diese Bedenken will man mit rigiden Auflagen zerstreuen, denn wer weiss heute schon, wer auf die eigenen Krankenakten auf Papier schauen kann.
Für Gesprächsstoff beim anschliessenden Apéro im Restaurant Phönix war jedenfalls gesorgt.



