Trommler, Pfeifer und ein grosser Festumzug durch die Altstadt
Am Wochenende vom 23. und 24. September ist Lenzburg Schauplatz des 34. Zentralschweizerischen Jungtambouren- und Jungpfeiferfestes.
Das Jungtambouren- und Jungpfeiferfest in Lenzburg am übernächsten Wochenende kann in vier Akte einge-teilt werden. Die Einzelwettspiele der Trommler und Pfeifer am Samstag und die Sektionswettspiele am Sonntagmorgen bestreiten rund 450 Wettkämpfer aus 45 Sektionen, angereist aus den Kantonen Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Bern, Luzern, Nidwalden, Schwyz, Solothurn und Zug.
Die «Night of Drums» am Samstag-abend bietet abwechslungsreiche und showmässige Unterhaltung, und der Festumzug am Sonntagnachmittag durch die Altstadt mit 36 Gruppen wird ein grossartiger Höhepunkt eines unvergesslichen Wochenendes.
Wettkämpfe in diversen Lokalen
Die Einzelwettspiele vom Samstag, 23. September, beginnen schon um 8 Uhr mit den Tambouren, ab 9 Uhr sind auch die Pfeifer im Wettkampffieber. Die Lokalitäten für die Vorträge sind in der Stadt verteilt.
Egal, ob im Alten Gemeindesaal, im KV-Schulhaus, in den Hallen der Berufsschule BSL, im Saal der Rudolf-Steiner-Schule oder in den Schulhäusern Angelrain und Lenzhard – die Konzentration und der Wille zum Siegen wird bei den Jüngsten wie den erfahreneren Jungtrommlern und -pfeifern sehr gross sein.
Ab 15 Uhr finden im Alten Gemeindesaal die Wettkämpfe «Solo-Duo» statt, bei denen im Duett je ein Trommler und ein Pfeifer spielen. Der Höhepunkt für die Tambouren der höchsten Kategorie T1 startet mit dem Final ab 19 Uhr in der Mehrzweckhalle.
Am Sonntag finden die Sektionswettspiele statt. 26 Trommlersektionen kämpfen in drei Kategorien, die Jungpfeifer sind mit 9 Sektionen vertreten. Die Jungpfeiferinnen und -pfeifer kommen alle aus der Region Basel, der traditionellen Pfeiferhochburg.
Nochmals sehr eng wird es auf der Schützenmatte am Sonntag gegen 16 Uhr, wenn das Rangverlesen stattfindet. Rund 450 Teilnehmer aus 45 Sektionen stehen dann voller Hoffnung bereit, eine Holztrommel für den Festsieger, ein Piccolo für die besten Pfeifer oder einer der vielen weiteren verlockenden Preise abzusahnen.
Festumzug in der Altstadt
Am Sonntagnachmittag um 14 Uhr startet der grosse Festumzug mit 36 teilnehmenden Gruppen. Trommler- und Pfeifer-Sektionen aus allen neun Kantonen haben sich für den Umzug angemeldet, aber auch die musizierenden Vereine der Stadt Lenzburg präsentieren sich der Bevölkerung.
Angeführt wird der Umzug vom Tambourenverein Lenzburg, dem OK und den Fahnendelegationen der Stadt Lenzburg, aber auch das Jugendspiel, die Brass-Band sowie die Stadtmusik Lenzburg werden den Umzug musikalisch begleiten. Es soll ein festlicher Anlass für hoffentlich viele Besucher aus nah und fern werden.
Die Stadt wird sich bei diesem Grossanlass von ihrer besten Seite zeigen. Darum hier schon der Aufruf an die Anwohner an der Umzugsroute: Schmückt eure Häuser, lasst die Fahnen flattern.
«Night of Drums»
Das Abendunterhaltungsprogramm wird die Trommelfreunde auf die Schützenmatte locken.
«schlag.punkt.kärnten» ist ein Verein aus dem Süden Österreichs, der sich zum Ziel setzt, alles rund um die faszinierende Welt des Schlagwerks zu fördern. Seit vielen Jahren begeistert das Trommlerkorps aus Kärnten durch seine einzigartigen Auftritte. Dazu gehört auch das optische Erscheinungsbild in Uniformen der k.u.k-Trabantenleibgarde, der früheren Hofburgwache Wiens. Der Auftritt beginnt um 20.30 Uhr.
17 Trommler vom Tambourenverein Erlinsbach pflegen nach wie vor das gepflegte Trommelspiel, andererseits haben sie einen eigenen Showteil entwickelt. Dabei wird die Trommel mit verschiedenen Rhythmusinstrumenten kom- biniert. Da fehlen weder Plastikfässer noch alte Waschbretter; spezielle Licht- und Soundeffekte runden den Aufmarsch des TV Erlinsbach ab. Dieser Auftritt beginnt etwa um 21.15 Uhr.
Den Streetdrummern in Chicago und New York nachempfunden, trommeln die «Drums2Streets» aus Kreuzlingen auf Plastikeimern, Regentonnen, Bauschutt und dem auf den Strassen auffindbaren Abfall, der zu explosiven Instrumenten umfunktioniert wird. Was daraus entsteht, lässt aufhorchen und staunen: eine abwechslungsreiche Mischung aus pulsierenden Rhythmen und gekonnter Schlegel-Akrobatik. «Drums2Street» starten ihre Show um 22.15 Uhr.
Gässeln in der Altstadt
Was einfach zur Basler Fasnacht gehört, ist das nächtliche Gässeln durch die Basler Innenstadt. In Zweier- oder Dreiergruppen gehts jeweils am letzten Tag trommelnd und pfeifend schlaftrunken heimzu.
Schlaftrunken werden die Lenzburger Gässler gar nicht sein, denn am nächsten Morgen gehen die Wettkämpfe schon frühmorgens weiter. Aber es dürfte interessant sein, die verschiedenen Gruppen durch die Altstadt zu «begleiten».
Die Jungtrommler und -pfeifer bleiben zwei Tage in Lenzburg und die Organisatoren hoffen, viele machen es auch so: Das Rahmenprogramm ist so vielfältig wie die Vorträge der Wettkämpfer.
Gute Verpflegung und Barbetrieb, Verkaufsstände und ein Spielprogramm der Jungwacht-Blauring am Samstag-nachmittag von 13 bis 17 Uhr runden das vielfältige Treiben auf der Schützenmatte ab.







