Stapferhaus ist wieder offen: «Fake» auf der Zielgeraden

«Fake» in Zeiten von Corona: Stapferhaus-Leiterin Sibylle Lichtensteiger im Eingangsbereich der Ausstellung. Foto: Fritz Thut
«Fake» in Zeiten von Corona: Stapferhaus-Leiterin Sibylle Lichtensteiger im Eingangsbereich der Ausstellung. Foto: Fritz Thut

Lenzburg: Seit vorgestern Dienstag kann man – mit den entsprechenden Auflagen – im Stapferhaus beim Bahnhof die Ausstellung «Fake. Die ganze Wahrheit» wieder besuchen. 

«Mir tat das Herz weh, als wir vor acht Wochen schliessen mussten. Deshalb sind wir nun freudig überrascht, dass wir seit dieser Woche wieder Besucher empfangen dürfen.» Bei aller Erleichterung gibt es für Stapferhaus-Leiterin Sibylle Lichtensteiger auch eine grosse Unbekannte: «Kommen die Leute bereits wieder?»

Die aktuelle Ausstellung «Fake. Die ganze Wahrheit», die erste am neuen Stapferhaus-Sitz vis-à-vis dem Bahnhof,  habe durch die Coronakrise noch an Aktualität und Bedeutung gewonnen, ist Lichtensteiger überzeugt; das Thema sei «nochmals relevanter geworden», die Suche nach Wahrheiten «noch aktueller». Nach den Coronaeinschränkungen und der damit verbundenen Infoflut würde man den Inhalt der Ausstellung rund um Lüge, Fake News, Fälschungen und Glaubwürdigkeit «mit andern Augen anschauen», ist die Leiterin überzeugt.

Inhaltliche Anpassungen

Das Stapferhaus-Team hat alles vorgekehrt, um Besucher und Mitarbeiter zu schützen. Die Abstandsregel ist im grossen Haus relativ leicht einzuhalten, für jeden Raum gilt eine Personen-Maximalzahl. Überall stehen Desinfektionsmittel bereit. Lichtensteiger appelliert an die Selbstverantwortung: «Jeder Besucher soll selbst entscheiden, wie weit er gehen  will.» Die Kopfhörer und Bildschirme kann man vor der Benützung so intensiv reinigen, wie man es wünscht.

Nicht nur das Schutzkonzept wurde umgesetzt, auch inhaltlich hat man «Fake» mit Fakten zu Corona angepasst und die Lügensammelstelle wurde mit dem Thema erweitert. Während der Pause hat man den Internetauftritt neu gestaltet und dort didaktische Materialien zu Corona für Schüler und Lehrpersonen bereitgestellt. «Das ist sehr gut angekommen», so Lichtensteiger.

Das Ende naht

Kaum wieder offen, muss man bereits ans Ende von «Fake» denken. Die Ausstellung, die mittlerweile weit über 110000 Besucher gesehen haben, endet am 28. Juni. Obwohl die Verantwortlichen Anfang Juni nochmals zusammensitzen, ist eine Verlängerung unwahrscheinlich, denn am 1. November öffnet die nächste Ausstellung: «Geschlecht. Jetzt entdecken».

In bester Stapferhaus-Manier wird dann ein gesellschaftlich relevantes Thema neu ausgeleuchtet. Sibylle Lichtensteiger: «Wir sind intensiv am Vorbereiten. Es wird farbig und lustvoll.»

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