Stapferhaus heisst neu «Stapferhaus:»
Das Rätselraten in einschlägigen Kreisen hat ein Ende. Das Stapferhaus heisst nach dem Bezug des Neubaus neu «Stapferhaus:». «Wir bleiben, wer wir sind», so Leiterin Sibylle Lichtensteiger.
Das Interesse war immens. Über 300 Besucher wollten am Samstagabend im kalten Rohbau sehen, wo dereinst die nächsten Ausstellungen des Stapferhauses hinkommen. Das Team um Leiterin Sibylle Lichtensteiger hatte unter dem Titel «under construction» zur Baustellenbesichtigung eingeladen.
Hier, an zentraler Stelle vis-à-vis des Lenzburger Bahnhofs, wird erstmals Publikumsfläche und Denkzentrale jener Organisation vereint, die weit über die Kantonsgrenzen hinaus strahlende Ausstellungen zu Gegenwartsthemen generiert. Das Publikum zeigte sich überrascht von der Grösse der Räume. Erst im Innern offenbarten sich die wahren Dimensionen. Auf den Führungen wurde darauf hingewiesen, mit welchen Mitteln die auf zwei Hauptstockwerken verteilten Kuben flexibel angeordnet werden können.
Architekt David Leuthold von pool Architekten Zürich erzählte vom Reiz, ein Gebäude zu planen, das sich künftig stetig wieder verändern und den Bedürfnissen des Stapferhauses anpassen wird: «Es war eine sehr dankbare Aufgabe.»
Mit Doppelpunkt
Sibylle Lichtensteiger liess die Besucher an ihrer Vorfreude auf die künftige Heimat teilhaben. Nicht nur der künftige Sitz ist zurzeit eine Baustelle, auch sonst wird im Stapferhaus viel gebaut. Die Erneuerung der IT-Infrastruktur ist da noch die kleinste Übung, denn im Hinblick auf die neue Bleibe wollte sich das Stapferhaus einen neuen Auftritt geben.
Die Leiterin machte es spannend, bot einen Einblick in die Diskussionen des Entstehungsprozesses. Mit «Haus der Gegenwart» wurde kaum jemand warm, weitere Vorschläge wurden geprüft und verworfen. Ein kurzer Film lüftete das Geheimnis. Das Stapferhaus heisst künftig «Stapferhaus:». «Wir bleiben, wer wir sind», lieferte Lichtensteiger die ebenso einfache wie einleuchtende Erklärung.
Im neuen Logo steht anstelle des Schriftzugs «Lenzburg» ein Doppelpunkt. «Der Doppelpunkt zeigt auf etwas hin, das kommt», so die Leiterin. Während die Namenssuche lange dauerte und viel kostete, war das Logo schnell bestimmt.







