Stadtmusik feierte 100 Jahre
Das letzte Wochenende stand ganz im Zeichen der Stadtmusik Lenzburg (SML). Zu ihrem 100-Jahr-Jubiläum lud die SML alle Lenzburger und Lenzburgerinnen ein zu einem Festwochenende mit Beizlifest, einem vielseitigen Verpflegungsangebot und natürlich Musik, Musik, Musik.

Im Wesen der Musik liegt es, Freude zu bereiten. Das wusste schon der griechische Philosoph Aristoteles. Ein passenderes Zitat als dieses hätte Lenzburgs Stadtammann Daniel Mosimann in seiner feierlichen Ansprache im alten Gemeindesaal in Lenzburg anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums der Stadtmusik Lenzburg nicht wählen können, um die feierliche Atmosphäre im Zentrum der Stadt in Worte zu fassen.
Sieben Formationen verwandelten mit ihren Darbietungen während zweier Tage die Bühne auf dem Metzgplatz in ein musikalisches und rhythmisches Epizentrum. Darunter begeisterten das Jugendspiel Lenzburg, der Tambourenverein Lenzburg, die Brass Band Imperial Lenzburg ihr zahlreiches Publikum mit erfrischend rassigen Klängen und sorgten mit heissen Rhythmen auch unter Tanzmuffeln für ausgelassene Stimmung.
Bei der Organisation des Jubiläumsfestes konnten die Mitglieder der Stadtmusik auf den helfenden Einsatz diverser befreundeter Vereine zählen. Diese unterstützten den Festbetrieb mit eigenen Beizen und verwöhnten auch anspruchsvolle Gaumen mit diversen kulinarischen Köstlichkeiten aus aller Herren Länder.
Einen Höhepunkt des festlichen Aktes bildete schliesslich die Concert Band Lenzburg mit ihrem konzertanten Beitrag im alten Gemeindesaal. Mit blitz- blank geputzten Instrumenten und einer frischen Erscheinung brachten die Musiker der Blasmusikformation während 90 Minuten die Bretter des Podiums zum Beben und führten ihr Publikum unter dem energischen Dirigat von Hans Peter Brunner durch hundert Jahre Blasmusikgeschichte.
Seit 13 Jahren gibt die Führungspersönlichkeit aus Othmarsingen den Musikern der Concert Band als passionierter Dirigent nun schon den Takt an und spornt seinen Klangkörper mit Herzblut, Liebe zum musikalischen Detail und gar schweisstreibendem körperlichem Einsatz zu Höchstleistungen an. Nun gibt er das Zepter ab. Und Brunner hinterlässt seinem Nachfolger ein wohlbestelltes Haus, dessen Ansprüchen es gerecht zu werden gilt.
«Das Auswahlverfahren für einen neuen Dirigenten läuft bereits», erklärt Vereinspräsident Daniel Schrenk, der sich selbst als engagierter Euphoniumspieler im Orchester einbringt. Und die Messlatte liegt hoch: Ein Musikstudium sei zwar nicht erforderlich, um den Ansprüchen des Blasorchesters als Dirigent gerecht zu werden. Jedoch erfordere das Amt einen bedingungslosen Einsatz, fachliche Kompetenzen sowie ein Gespür für Menschliches, betont Hans Peter Brunner.
Daniel Schrenk blickt zuversichtlich in die Zukunft des Vereins. Geplant sei die Teilnahme an den Musiktagen, die einige Vorbereitung und den Einsatz aller erfordere. «Es ist uns wichtig, unser Niveau halten zu können, die eigenen Ansprüche zu wecken und die Tradition im Verein zu pflegen. Wichtig sind uns zudem Kollegialität und Geselligkeit unter den Mitgliedern. Damit die Stadtmusik Lenzburg auch noch weitere 100 Jahre die Freude an der Musik nach aussen tragen kann.»



