Stadtbauamtsleiterin Helen Bisang hat gekündigt
Bauamt Im Verlaufe dieses Monats verlässt Helen Bisang, die Leiterin des Stadtbauamts, ihren Posten. Der Stadtrat würdigt ihre gut viereinhalbjährige Tätigkeit.

Im April 2014 nahm Helen Bisang ihre Tätigkeiten in der Stadt als Leiterin des Stadtbauamts auf. Seither hat sie mit ihrer Fachkompetenz und ihrer Persönlichkeit die Geschicke der Stadt in städtebaulichen, landschaftsplanerischen und baukulturellen Fragen entscheidend geprägt. Helen Bisang entschied sich nach Erreichen des Meilensteins der Mitwirkung in der Gesamtrevision der Nutzungsplanung, die Stadt zu verlassen.
Räumliche Entwicklungsstrategie
In den vergangenen Jahren bearbeitete Helen Bisang nebst der Begleitung von Arealentwicklungen und Bauvorhaben hauptsächlich die Gesamtrevision der Nutzungsplanung. Die Erarbeitung der Räumlichen Entwicklungsstrategie als behördenverbindliches Planungsinstrument konnte sie mit dem Stadtrat in einem breiten Mitwirkungsprozess als Leitbild für die nachfolgenden Planungsarbeiten verankern.
Insbesondere hat sie mit der Genehmigung des Kredits im Einwohnerrat auch landschaftliche Themen entwickelt, für die bis anhin noch keine konzeptionellen Überlegungen vorlagen, zum Beispiel das Freiraum- und Landschaftsentwicklungskonzept und den Masterplan Aabach.
Studien erarbeitet
Für die künftigen räumlichen Entscheidungen und die Nutzungsplanung erarbeitete sie zu einzelnen sensiblen Gebieten städtebauliche und historische Studien. Weiter begleitete sie verschiedene Vertiefungsstudien, die Koordination mit dem Kommunalen Gesamtplan Verkehr bis zur Erstellung des Planungsberichts und der neuen Bauordnung für das Mitwirkungsverfahren.
Speziell hervorzuheben ist die Tatsache, dass es Bisang gelungen ist, im Lenzburger Entwurf der Bauordnung mit Zustimmung des Kantons die sogenannte Inventarlösung für schutzwürdige Objekte zu verankern.
Testplanungsverfahren
Im Rahmen der Bahnhofplanung verhandelte Helen Bisang nach dem Abbruch der bisherigen Planungen mit den Eigentümern die Kostenbeteiligungen und rechnete die Kredite ab. In Abstimmung mit dem Kanton, den SBB, dem Bundesamt für Verkehr sowie den Eigentümern leitete sie die Schritte für den Neubeginn der Planungen ein, koordinierte sie mit den Agglomerationsprogrammen und gleiste die erforderlichen Verfahren auf.
Den Neubau für die Stiftung Stapferhaus am Bahnhof für deren Ausstellungen begleitete die Leiterin Stadtbauamt vom Projektwettbewerb bis zur Realisierung; ebenso arbeitete sie intensiv beim Wettbewerb Malagarain für den Neubau des Bezirksgerichts mit.
Einige weitere grössere Projekte, welche unter ihrer Leitung des Stadtbauamts vorangetrieben beziehungsweise realisiert worden sind: Markus-Roth-Platz mit einem Wettbewerb für Kunst im öffentlichen Raum und Aabachpark; Umbau und Erweiterung der Schulanlagen Lenzhard und Bleicherain; Umbau und Sanierung Museum Burghalde; Neubau Alterszentrum Obere Mühle; Wettbewerb Alterswohnungen Obere Mühle.
Brenner als Interimslösung
Der Stadtrat leitet umgehend die Neubesetzung der Leitung des Stadtbauamts in die Wege. Bis zur Regelung dieser Nachfolge wird Christian Brenner, Leiter Tiefbau und bisheriger Stellvertreter, das Stadtbauamt ad interim führen. (ssl/lba)



