Stadt verzeichnet Erfolg: Reges Interesse an «Jetzt erst recht! – 65+»

Alter Die Pensionierung markiert für viele Menschen den Beginn eines neuen Lebensabschnitts voller Möglichkeiten. Am Anlass «Jetzt erst recht! – 65+» informierten sich im Kino Urban und im Müllerhaus zahlreiche Interessierte über Chancen, Engagementmöglichkeiten und Perspektiven nach dem Berufsleben.

Die Pensionierung als Schritt in ein neues Kapitel. Foto: Franziska Möhl
Die Pensionierung als Schritt in ein neues Kapitel. Foto: Franziska Möhl

Bis auf wenige Plätze war der Parkettsaal des Kinos Urban am frühen Abend besetzt. Rund 120 Personen folgten der Einladung der Stadt Lenzburg, die den Anlass gemeinsam mit dem Müllerhaus und der Pro Senectute Aargau organisiert hatte. Stadträtin Beatrice Taubert begrüsste die Gäste und führte ins Thema ein: «Bis jetzt hat sich das Leben um Lernen, Arbeiten und allenfalls um das Aufziehen von Kindern gedreht – alles schöne Dinge. Aber oft auch verbunden mit dem Gefühl, sich im Hamsterrad zu bewegen. Mit der Pensionierung beginnt die Phase des ‹nicht mehr immer Müssens›.» Dieser neue Lebensabschnitt bringe viele Freiheiten, wolle aber auch bewusst gestaltet werden. Denn mit dem Ende der Berufstätigkeit könne sich nicht selten eine Leere auftun.

Chancen und Herausforderungen der Pensionierung

Einen fachlichen Überblick bot anschliessend Elisabeth Lüthi, Leiterin des Fachbereichs Alter der Fachstelle Alter und Familie des Kantons Aargau. In ihrem Kurzreferat sprach sie über die demografische Entwicklung sowie über Herausforderungen und Chancen im dritten und vierten Lebensabschnitt. Anhand fiktiver Beispiele zeigte sie auf, wie unterschiedlich Menschen den Übergang in die Pension erleben.

Im anschliessenden Kurzfilm «Prost 65+» berichteten mehrere Pensionärinnen und Pensionäre von ihren persönlichen Erfahrungen. Dabei wurde deutlich, wie wichtig es ist, sich frühzeitig Gedanken über die Zeit nach dem Berufsleben zu machen. Hobbys, Freiwilligenarbeit oder andere sinnstiftende Tätigkeiten können helfen, neue Perspektiven zu entwickeln. Gleichzeitig zeigte der Film, dass es kein allgemeingültiges Rezept für einen gelungenen Start in die Pension gibt. Während einige sofort neue Projekte anpacken, geniessen andere zunächst die gewonnene Freiheit. Jede Lebenssituation und jede Persönlichkeit verlangt nach ihrem eigenen Weg.

Begegnungen, Engagement und neue Ideen

Nach dem offiziellen Teil wurden die Besucherinnen und Besucher ins gegenüberliegende Müllerhaus eingeladen. Dort präsentierten sich 23 Vereine, Organisationen und Institutionen an einer Tischmesse. Sie stellten ihre Angebote vor, beantworteten Fragen und luden dazu ein, neue Interessen zu entdecken, Kontakte zu knüpfen und sich zu engagieren.

Bei schönem Frühsommerwetter verteilten sich die Gäste auf die beiden Etagen des Müllerhauses und den historischen Aussenbereich. Es wurde angeregt diskutiert, gelacht und genetzwerkt – sowohl zwischen den Besucherinnen und Besuchern als auch mit den anwesenden Organisationen. Begleitet wurde der Austausch von einem Apéro. Im Müllerhaus herrschte während des ganzen Abends eine offene, lebendige und positive Atmosphäre. Viele Gäste gingen mit neuen Ideen, wertvollen Begegnungen und konkreten Anregungen für ihren kommenden Lebensabschnitt nach Hause. (pd/rfb)

Weitere Artikel zu «Stadt Lenzburg», die sie interessieren könnten

Die bisher erfolgsreichste Ausstellung des Stapferhauses neigt sich dem Ende in Lenzburg zu.Foto: zvg
Stadt Lenzburg24.06.2026

Finissage von «Hauptsache gesund. Eine Ausstellung mit Nebenwirkungen»

Stapferhaus «Hauptsache gesund» ist die bisher erfolgreichste Ausstellung im Stapferhaus, gemessen an den Besucherzahlen. «Wir freuen uns riesig über das…

Hand in Hand: Weg durch die digitale Welt
Stadt Lenzburg24.06.2026

Hand in Hand: Weg durch die digitale Welt

AZOM Wie verschickt man eine Sprachnachricht? Wie funktioniert ein Videoanruf? Und warum klingelt das Handy plötzlich, obwohl niemand anruft? Solche Fragen…

Die letzten Tage des «Stadtammanns»
Stadt Lenzburg24.06.2026

Die letzten Tage des «Stadtammanns»

Neue Amtsbezeichnungen Für Andreas Schmid brechen die letzten Tage als Stadtammann in Lenzburg an. Nicht, dass der FDP-Politiker, der seit diesem Jahr an der…