Smartphone-App zur Industriekultur
Ab Mai 2018 können Interessierte mithilfe einer Smartphone-App bei einer Wanderung entlang dem Aabach viel intensiver als bisher die Entwicklung der Industriekultur verfolgen. An der 15. Generalversammlung des Vereins Industriekultur am Aabach auf Schloss Lenzburg orientierten die Projektverantwortlichen Carmen Kiser und Fabio Rudolf vom Museum Aargau über den Stand des Projektes «Gesichter der Geschichte».
Unter diesem Titel sollen die in der Region omnipräsenten Relikte aus der Geschichte der Industrialisierung lebendig dargestellt werden. An speziellen Info-Stelen können mit dem Smartphone zusätzliche Informationen zu den baulichen Zeugen oder Überresten abgerufen werden: Video- oder Tonaufnahmen von Zeitzeugen beleben das Ganze: «Wir wollen die Industriegeschichte mit einer menschlichen Dimension aufwerten», so Carmen Kiser.
Zusammen mit Fabio Rudolf, der hauptsächlich für die technische Umsetzung verantwortlich ist, sucht Geschichtsvermittlerin Kiser weiterhin Personen mit direktem Bezug zu Zeugen der Industriekultur in der Gegend.
Zuzug im Vorstand
Vor dem Vortrag ging die GV ruhig über die Bühne. Gemäss Präsident Martin Stücheli zählt «Industriekultur am Aabach» gegenwärtig 74 Einzel- und 13 Kollektivmitglieder. Im letzten Jahr erwirtschaftete man ein Plus von gut 2500 Franken.
Einen Wechsel gibt es auf der Geschäftsstelle: Ursula Furrer folgt auf Karin Büchli, die pensioniert wird. Die freie Zeit nutzt Büchli neu auch als «normales» Vorstandsmitglied im Verein. Mit Max Furter als zweitem Revisor wird eine Vakanz neu besetzt.
Im Juni und Juli sind Veranstaltungen für Daheimgebliebene geplant: Leinenindustrie Niederlenz mit Generalstreik und eine Abendwanderung entlang dem Aabach von der Oberen Mühle in Lenzburg bis zum Industriegebiet Oholten in Seon sind die Themen der terminlich noch nicht fixierten Anlässe. (tf)



