Sie lassen sich nicht entmutigen
Dank Vergangene Woche bedankte sich die Stadt Lenzburg bei den Jugendfest-Brunnenschmückern mit einem Apéro. Die ungewöhnlich vielen Vandalenakte an den Brunnen in diesem Jahr haben die Schmücker bewegt.

Die Rathausgasse en miniature, die Bautätigkeit in der Stadt oder die Biberpräsenz – die Themen, die von den 27 Brunnenschmücker-Teams 2018 aufgegriffen wurden, waren vielfältig und sorgten bei den Lenzburgern wie gewohnt für Gesprächsstoff. «Diese kleinen Finessen wie die geschmückten Brunnen, das macht das Lenzburger Jugendfest aus», betonte Stadtrat Martin Steinmann am Mittwoch vergangener Woche am Brunnenapéro im Hotel Restaurant Krone in Lenzburg.
Der Apéro sei ein Dankeschön für den grossen Einsatz, den die Brunnenschmücker geleistet haben, offeriert von den Lenzburger Ortsbürgern und organisiert von Tourismus Lenzburg Seetal.
Auch zur Sprache brachte Martin Steinmann die ungewöhnlich vielen Vandalenakte am vergangenen Jugendfest an den geschmückten Brunnen. Besonders betroffen waren der Widmibrunnen, der Römerwegbrunnen und der Moritzbrunnen. Die mutwilligen Beschädigungen haben viele Schmücker bewegt, kein Wunder waren diese ein grosses Gesprächsthema am Apéro. «Die Vandalenakte sind zwar frustrierend, aber kein Grund zum Aufhören», findet Daniela Scheidegger vom Schmückerteam für den Moritzbrunnen. Bei ihrem Brunnen wurde einer Figur der Kopf abgerissen.
Gleich tönt es von Seiten des Römerwegbrunnen-Teams, auch sie sind 2019 wieder dabei. Am härtesten getroffen hat es dieses Jahr den Widmibrunnen. Unter anderem wurde eine liebevoll restaurierte Miniatur-Garette entwendet. Aber auch die Widmibrunnen-Schmücker lassen sich von den Vandalenakten nicht entmutigen: «Wir schmücken auch 2019», sagt Marlen Jacobi. Nichtsdestotrotz: Die mutwilligen Zerstörungen haben Spuren hinterlassen: «Man überlegt sich zweimal, wie viel Kreativität und Herzblut man wirklich hineinstecken möchte, wenn es dann vielleicht kaputt gemacht wird.»
Alle Teams sind noch dabei
Die gute Nachricht: Keines der Teams gibt laut Romana Wietlisbach von Tourismus Lenzburg Seetal auf 2019 das Zepter ab. Zu gross ist die Vorfreude auf das nächste Jugendfest. Und bis es so weit ist, heisst es in Erinnerungen schwelgen.
Am Apéro konnte man dies dank einer Diashow von den geschmückten und noch intakten Brunnen. Oder aber im Gespräch bei einem Glas Weisswein oder Saft. Über eine Sache waren sich am Abend die meisten einig, auch Stadtrat Martin Steinmann: «Wir hatten selten so ein schönes Jugendfest wie dieses Jahr.»



