Sechs Tore gegen einen NLB-Klub

Unihockey: Mit einer ehrenvollen 6:11-Niederlage gegen NLB-Verein Grünenmatt verabschiedete sich der Lenzburger Unihockey-Zweitligist Aargau United aus dem Schweizer Cup. Jetzt gilt die Konzentration der Meisterschaft. Dort will man in die Topvier.
Die Saison startete für die Aargauer am vergangenen Wochenende mit einer Doppelrunde. Im ersten Durchgang der 2.-Liga-Meisterschaft gewann das Team des Trainerduos Fredrik Berglund und Joel Gisler auswärts gegen Biel mit 6:4, tags darauf kam es in Lenzburg zum ungleichen Cup-Duell mit dem zwei Ligen höher klassierten UHC Grünenmatt.
Furioser Start des Aussenseiters
Der Underdog startete furios, hatte nach 17 Sekunden schon die erste gute Möglichkeit und ging in der 5. Minute durch einen sehenswerten Treffer des 22-jährigen Marco Lauener in Führung. Die Gastgeber marschierten weiter – und liefen in Konter der abgebrühten Emmentaler. 1:4 lautete das Skore nach 20 Minuten, die Partie war vorentschieden.
Dennoch steckten die kecken Aargauer nicht auf und hielten den Schaden mit 6:11 nach 60 Minuten in erfreulich engem Rahmen. «Das waren zwei gute Leistungen zum Start in die Saison. So kann es weitergehen», freute sich Vereinspräsident Rafael Reusser.
Fokus auf den eigenen Jungen
In den ersten Jahren nach der Vereinsgründung im Februar 2014 hatten die Aargauer das ehrgeizige Ziel, möglichst rasch die Promotion in die 1. Liga zu realisieren. Das Unterfangen gelang nicht, und so hat in Lenzburg eine neue Realität Einzug gehalten. «Unsere kurzfristigen Ziele sind anders einzuordnen als der schnelle sportliche Erfolg», sagt Vereinsboss Reusser. Man hege immer noch Ambitionen, die Liga gegen oben zu verlassen. «Aber wir sind uns bewusst, dass wir in dieser Saison höchstens Aussenseiterchancen haben.»
Das Kader konnte zusammengehalten werden und ist eingespielt, so sei eine Klassierung besser als der letztjährige siebte Schlussrang wünschenswert. Laut UAU-Headcoach Fredrik Berglund ist ein Rang zwischen sieben und vier realistisch. Reusser: «Mir persönlich ist es wichtig, junge eigene Spieler einzubauen. Wir müssen bessere Strukturen haben, damit sich jeder auf seinen Job konzentrieren kann. Dann werden die positiven Resultate auf dem Feld automatisch folgen.»
Wegen der ganzen Unsicherheiten wegen des Corona-Virus sei es keine einfache Vorbereitung auf die Saison 2020/21 gewesen. Reusser: «Doch nun sind wir gespannt und hungrig auf die Meisterschaft. Wir wollen bereits in den ersten Spielen die Weichen legen für eine erfolgreiche Saison.» Weiter gehts in der 2. Liga am kommenden Samstag, 19. September, mit einem Heimspiel gegen Sursee (19 Uhr, Isenlaufhalle, Bremgarten).



