«Schön isch es gsi – s Jugendfescht 2017»

Am Sonntag ging der Höhepunkt des Jahres für die Lenzburger, die Jugendfestwoche, zu Ende. Dieses Jahr gab es neben viel Tradition auch Neues.

Das Wetter meinte es gut mit den Lenzburgern: Erst zum Umzugsende begann es zu regnen. Foto: Melanie Solloso

Das Wetter meinte es gut mit den Lenzburgern: Erst zum Umzugsende begann es zu regnen. Foto: Melanie Solloso

Im Takt und schön laut: Die Tambouren. Foto: Peter Siegrist

Im Takt und schön laut: Die Tambouren. Foto: Peter Siegrist

Der traditionelle Festumzug durch die Rathausgasse, vorbei an Stadtrat und Ehrengästen. Foto: Melanie Solloso

Der traditionelle Festumzug durch die Rathausgasse, vorbei an Stadtrat und Ehrengästen. Foto: Melanie Solloso

Stimmungsvoll: Der Lampionumzug von der Villa Malaga durch die Schützenmattstrasse–Rathausgasse–Kirchgasse bis zum Freischarenplatz. Foto: Peter Siegrist

Stimmungsvoll: Der Lampionumzug von der Villa Malaga durch die Schützenmattstrasse–Rathausgasse–Kirchgasse bis zum Freischarenplatz. Foto: Peter Siegrist

Krönender Abschluss: Das Feuerwerk am Freitagabend. Foto: Peter Siegrist

Krönender Abschluss: Das Feuerwerk am Freitagabend. Foto: Peter Siegrist

Mit dem Auftakt der Jugendfestwoche, der Serenade auf Schloss Lenzburg am Sonntag vor Festbeginn, stieg die Vorfreude im Städtlein spürbar täglich und gipfelte nach dem Fischessen, den Jugendfestvorabenden für die Schüler, dem Brunnenschmücken und dem Chränzle schliesslich im Zapfenstreich am Donnerstagabend. Die verschiedenen Bars lockten mit Musikprogramm, Durstlöschern und Verpflegung die Leute in Scharen in die Altstadt. Dicht an dicht freuten sich die Erwachsenen gemeinsam auf den grossen Festtag.

Dieser wurde pünktlich am Freitag um 6 Uhr mit Kanonenschüssen eingeläutet – Startschuss für eine über 400 Jahre alte Tradition. «Traditionell geht es am Jugendfest Lenzburg auch jeweils zu und her», stellte auch die Festrednerin der Stadtkirche, Pascale Killias Wagen, ref. Pfarrerin und Seelsorgerin am Kinderspital Zürich, in ihrer Rede fest. Sie erinnerte: «Traditionen sind wichtig, aber nicht alle sind ewig gültig.» Ganz in diesem Sinne hatten dieses Jahr Veränderungen am Jugendfest Platz. Erstmals hielten beispielsweise Schüler gemeinsam mit Erwachsenen eine Festrede – ein Novum. Ausserdem gab es auf der Schützenmatte neu auch in der Reithalle ein Unterhaltungsprogramm.

Volle Schützenmatte am «z’Nacht»

Die Generationenansprache kam beim Publikum gut an, das zusätzliche Musikprogramm hingegen lockte nur wenige Zuschauer in die Halle – vielleicht auch wegen des guten Wetters. Währenddessen platzte die Schützenmatte gegen Abend aus allen Nähten und brachte die Verpflegungsstandbetreiber, aber auch die vielen wartenden, hungrigen Gäste sichtlich an ihre Grenzen.

Neben den wenigen Veränderungen wurde auch 2017 Tradition am Jugendfest grossgeschrieben. Man durfte sich über den Festumzug freuen, in traditionellem Weiss mit den Chränzli und den Herren in schwarzen Anzügen und Zylindern. Auch das Vuglbärbam-Lied ertönte wie gehabt beim Frühschoppen im Stadtratssaal. Nach dem Schützenmattprogramm mit Lunapark und Spielprogramm liessen die Lenzburger ihr Jugendfest am Freitag mit Lampionumzug und Feuerwerk ausklingen. Und manch einer sagte sich beim Heimgehen: «Schön isch es wieder gsi.»

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