Sagenhaft gut: Neue Ausstellung ist eröffnet

Museum Burghalde Ein Sagengenerator, der auf Knopfdruck magische Geschichten zaubert? Märlistunden, die Gross und Klein in ihren Bann ziehen? Ein weissbärtiger Zauberer, der aus Spiegeln spricht? Das alles und noch viel mehr gibt es in der neu eröffneten Ausstellung «Sagenzauber».

Strahlende Gesichter an der Eröffnung: Vizeammann Andreas Schmid, Stiftungsratspräsident Urs F. Meier, Projektleiterin Desiree Wenzinger und Kurator Marc Philip Seidel. Foto: Romi Schmid

Strahlende Gesichter an der Eröffnung: Vizeammann Andreas Schmid, Stiftungsratspräsident Urs F. Meier, Projektleiterin Desiree Wenzinger und Kurator Marc Philip Seidel. Foto: Romi Schmid

Teuflische Sage: Was Luzifer wohl zu erzählen hat?Foto: Romi Schmid

Teuflische Sage: Was Luzifer wohl zu erzählen hat?Foto: Romi Schmid

Bis 1983 hat es in der Seifi noch geschäumt, dann wurde die Produktion nach Hallwil verlegt. Nun dreht sich im ehemaligen Fabrikgebäude alles um Sagen; schäumen tut es trotzdem noch, schliesslich hat auch ein Drache in der neuen Sonderausstellung Platz gefunden.

«Sagenzauber – Sagenhaftes Lenzburg» verzaubert Gross und Klein mit detailreichen, sorgfältig arrangierten Themeninseln, die Sagen aus dem Kanton, aber auch von Drachen, Schlössern, Geistern, Hexen und Teufeln zum Leben erwecken. Durch die Ausstellung führt ein weissbärtiger Zauberer, der wie durch Zauberhand übers Smartphone mit den Besuchern spricht. Am Ende der Themeninseln befindet sich die Wunderkammer, wo nicht nur Antiquitäten und allerlei Sammelsurium ausgestellt sind, sondern auch der Sagengenerator. Per Klick lassen sich hier mithilfe künstlicher Intelligenz einzigartige Sagen zaubern, ausdrucken und mit nach Hause nehmen. Hier finden übers Museumsjahr hinweg auch zahlreiche Inszenierungen statt, etwa die Erzählstunden oder das musikalische Theatererlebnis «Vogljodl».

Umgang mit künstlicher Intelligenz

Am Freitag vor dem Eröffnungswochenende wurde die neue Ausstellung mit einer Vernissage feierlich eröffnet. Die gut besuchte Vernissage wurde von Märchenerzählerin Charlotte Wittmer poesievoll mit der Handorgel umrahmt. Im Namen des Stadtrats begrüsste Vizeammann Andreas Schmid die illustre Runde und freute sich, «das Tor zur Sagenwelt gemeinsam mit allen Anwesenden aufzustossen». Er fand lobende Worte für die sorgfältig und aufwendig realisierte Ausstellung und bedankte sich bei den «Leuchtturmpersönlichkeiten», Stiftungsratspräsident Urs F. Meier und Kurator Marc Philip Seidel, für ihren Einsatz. Letzterer machte sich in seiner Ansprache Gedanken zu künstlicher Intelligenz. «Als Stadtmuseum haben wir mit dieser Ausstellung die Möglichkeit ergriffen, uns diesem grossen Thema auf einzigartige Weise zu nähern», so Seidel. Es gelte, wertschätzend und kritisch mit künstlicher Intelligenz umzugehen und das Beste daraus zu machen. «Ich freue mich sehr, dass der Sagenzauber jetzt Realität wird, und möchte allen Mitwirkenden und Mitarbeitenden ganz herzlich danken.»

Murmelbahn kommt wieder ins Rollen

Obwohl die Ausstellung «Schatzkammer Wald» der Geschichte angehört, bleibt eins Bestehen: die Murmelbahn. Über Winter wurden die aus Holz gebauten Stationen eingelagert und restauriert. Am 4. April wird die erweiterte Murmelbahn wiedereröffnet. Zu den letztjährigen 7 Stationen um den Schlossberg kommen sieben weitere Holzfiguren dazu, die jeweils eine Figur aus einer Lenzburger Sage und Spukgeschichte darstellen. Ausserdem werden 15 Sagen-Hörstationen hinzukommen, die im Städtli und an verschiedenen Orten rund um Lenzburg platziert werden. Die Mundartgeschichten stammen aus dem 100-jährigen Buch «Aus einem alten Nest» des Lenzburger Sagensammlers Nold Halder.

Sonderausstellung «Sagenzauber – Sagenhaftes Lenzburg»: 24. Februar 2024 bis 1. Juni 2025, Dépendance Seifi.

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