Region hat eine neue digitale Vernetzungsplattform
Internet Eine Gruppe von sieben Gemeinden der Region beteiligt sich an einem Pilotversuch mit der Vernetzungsplattform Crossiety. Man verspricht sich eine bessere Kommunikation mit dem Bürger.

Sieben Mitgliedsgemeinden des Verbandes «Lebensraum Lenzburg Seetal» (LLS) haben inzwischen den so genannten «digitalen Dorfplatz» der Firma Crossiety eingerichtet. Sie wollen den geänderten Gewohnheiten bei der Informationsbeschaffung Rechnung tragen und eine elektronische Plattform für Einwohner, Vereine, Institutionen, Behörden und Gewerbe betreiben, wie an einer Medienorientierung im Lenzburger Rathaus festgehalten wurde.
Die sieben Gemeinden sind neben der Stadt Lenzburg Boniswil, Fahrwangen, Meisterschwanden, Möriken-Wildegg, Sarmenstorf und Schafisheim. Einige seien schon beim ersten Kontakt «Feuer und Flamme» für die neue Plattform gewesen, sagte Stadtammann und LLS-Präsident Daniel Mosimann. Der Enthusiasmus habe sich übertragen und nun machen eben schon sieben Gemeinden mit: «Der Pilotversuch ist gestartet», so Mosimann.
Bund und Kanton bezahlen
Im Gegensatz zur Information an der LLS-Vorstandssitzung im März ist inzwischen klar, dass die Kosten für die Pilot-Gemeinden in diesem Jahr (damals war dank einem 50-Prozent-Rabatt von einer Pauschale von 25000 Franken die Rede) von Geldern aus dem von Bund und Kanton gefüllten Topf der Neuen Regional-Politik (NRP) bezahlt werden. Diese Subvention fällt im Regelbetrieb ab dem Jahr 2020 weg.
Ständerätin Pascale Bruderer sprach an der Medien-Info als Crossiety-Verwaltungsrätin von voraussichtlichen Betriebskosten von einem Franken pro Einwohner und Jahr. Sie freute sich über «die Pioniertat in meinem Wohnkanton Aargau»: Erstmals macht ein Teil einer Region bei Crossiety mit. Ob ab 2020 weitere LLS-Gemeinden aufspringen, ist offen – und wohl abhängig vom Erfolg in den Pilotgemeinden.
Im Gegensatz zu den bestehenden, kostenlosen Netzwerken wie Facebook, WhatsApp ist Crossiety laut Verwaltungsrätin Bruderer «lokal, aktivierend, vertrauenswürdig und sinnvoll». Die Verifikation der Personaldaten der Teilnehmer bringe mehr Sicherheit, so der Boniswiler Gemeindeammann Gérald Strub. Laut ihm «soll jeder digitale Kontakt in einen realen Kontakt münden».



