«real – surreal»: Kunst im Alterszentrum
Unter dem Label Kunst im Alterszentrum nutzt der Verein für Alterswohnheime die Infrastruktur des Alterszentrums, um mit Kunst junge Menschen und Betagte zu erfreuen. Nach der erfolgreichen ersten Bilderausstellung im Februar folgt nun die erste Fotoausstellung «real – surreal» mit drei Lenzburger Fotografen.
Werner Ernst ist in Brugg aufgewachsen und arbeitet seit 2004 in Lenzburg. Weil das Internet nicht mehr aus unserem Leben wegzudenken ist, hat Werner Ernst schon frühzeitig einen Fokus auf Fotos für Websites gerichtet. An der «Freien Kunstschule F u. F» hat er sein Wissen ständig ausgebaut. Im Zeitalter der Digitalisierung begann Werner Ernst seine Aufnahmen mittels Computer zu verändern und mit ihnen zu experimentieren. Aus anfänglichen Fotos entstehen grossformatige auf Leinwand gedruckte farbige Bilder. Seine Arbeiten zeigen uns, wie rasch und unaufhaltsam die Digitalisierung ungeahnte Bereiche unseres Lebens verändert. Diskussionen, wie die Technik unser Kunstempfinden verändert, sind zwangsläufig vorprogrammiert, aber sie sind auch spannend.
Jürg Glatt, im Limmattal aufgewachsen und seit drei Jahrzehnten in Lenzburg wohnhaft, hat seit seiner Jugendzeit immer wieder in freien Stunden den Fotoapparat zur Hand genommen, um spezielle Situationen und Stimmungen festzuhalten. Die breit gefächerten Motive, die er seit einem halben Jahrhundert festhält, ergeben einen vielseitigen Einblick in die Tätigkeit eines engagierten Hobbyfotografen. Seine hier gezeigten Arbeiten sind digital weiterverarbeitete Fotos, reduziert auf farbige Flächen und Umrisse, die das ursprüngliche Motiv nur noch erahnen lassen. Mithilfe eines Fotobearbeitungsprogrammes versuchte er, seine Farbfotos auf die drei Grundfarben zu reduzieren, und experimentierte so nach dem Prinzip Versuch und Irrtum. Nachdem das Motiv anfänglich noch ersichtlich war, wurde durch weiteres Experimentieren das Ergebnis immer abstrakter.
Frank Studer kam mit dem Metier des Fotografen schon als kleiner Junge in Berührung. Sein Vater war Mode- und Architekturfotograf in Genf und später in Zürich. Ihn faszinierte die Arbeit seines Vaters, dem er in der Dunkelkammer assistieren durfte. Später begann er selber mit Leica und Rolleiflex zu hantieren und zu experimentieren.
Seit 1971 lebt er mit seiner Familie in Lenzburg. Das Fotografieren verstand Frank Studer immer als grosse Leidenschaft in seiner Freizeit und nicht als Berufslaufbahn. Seinen Beruf übte er als Ingenieur und Industrieberater aus. Während vieler Jahre hat er sich fototechnisch und gestalterisch weitergebildet.
Die Musikalischen Begegnungen Lenzburg hat er während über 20 Jahren fotografisch dokumentiert und Highlights während der Festspiele festgehalten. In den Lenzburger Läden waren jedes Jahr seine Musikbilder zu sehen. (DV)
Vernissage
Alterszentrum Obere Mühle Lenzburg
Donnerstag, 8. Juni, 19 Uhr.
Die Ausstellung dauert vom 9. Juni bis
2. Juli und ist der Öffentlichkeit täglich
von 9 bis 17 Uhr zugänglich.
Das Mülikafi ist jeweils geöffnet.








