Petrus ist kein Waffenläufer – oder doch?
Laufsport Mit dem Startzeichen für die Waffenläufer setzte auch der Regen ein. Den Waffenläufern im Tarnanzug dürfte es egal gewesen sein: von aussen die Abkühlung, von innen der Schweiss.
Der 35. Lenzburgerlauf vom letzten Samstag war nicht nur vom Wetter her aussergewöhnlich, auch die Teilnehmerzahl überraschte alle. «Bis Redaktionsschluss am Donnerstagabend haben sich schon mehr als 1800 Läufer angemeldet», freute sich Co-Präsidentin Christine Wilhelm, «das ist absolut neuer Teilnehmerrekord.»
Durch Natur und Altstadt
Entsprechend gross waren die zwei Hauptfelder der Eliteläufer, die die 11,6 Kilometer lange Strecke über den Boll und durch den Lindwald bis hinunter an die Bünz und über das Niederlenzer Altfeld Richtung Schützenmatte zurücklegten. Und dann folgte noch eine Schlaufe in die Altstadt, bevor der kräftezehrende Lauf zurück zum Ziel auf der Schützenmatte führte.
Auch für Waffenläufer ist der Lenzburgerlauf immer dick angekreuzt im Jahreskalender. Nach einer langen Durststrecke werden pro Jahr wieder acht Waffenläufe durchgeführt, wobei mit Wohlen, Kaisten, Muri und Lenzburg gleich vier Läufe im Kanton Aargau stattfinden. Und der diesjährige «Lenzburger» war gleichzeitig ein Jubiläumslauf – es war der 600. Waffenlauf. Fast auf den Tag genau vor 80 Jahren, am 27. Mai 1934, fand zum ersten Mal der «Frauenfelder» statt.
Die ersten Waffenläufe führten noch über die Marathondistanz von 42,195 Kilometer. Heute sind die Laufstrecken deutlich kürzer. Der «Lenzburger» misst 14,4 Kilometer und führte über die gleiche Strecke wie diejenige der Eliteläufer. Die Waffenläufer machten aber zuerst eine «Begrüssungsrunde» in die Altstadt, bevor sie nochmals durch Start und Ziel auf der Schützenmatte in die freie Natur hinaus liefen.
Charity-Stafette im Regen
Auch für die sechs Dreierteams an der Charity-Stafette war der immer kräftigere Regen kein Grund, nicht alles zu geben. Pro Team ging es dreimal rund um die Schützenmatte.
Der diesjährige Erlös der Charity-Stafette geht an den Verein Rollstuhlfahrdienst Region Lenzburg. Der Verein ermöglicht Menschen mit eingeschränkter Mobilität mehr Bewegungsfreiheit und damit mehr Lebensqualität. Freiwillige Fahrer chauffieren Fahrgäste werktags, ausnahmsweise am Wochenende, an Feiertagen und abends. Dank des ehrenamtlichen Engagements der Fahrer und der finanziellen Unterstützung durch Gönner und Sponsoren kann der Verein Dienstleistungen zu moderaten Tarifen anbieten.







