Naturbaustoffe verwenden, Energieverbrauch senken

Rupperswil: Über 85 Prozent der Gebäude in der Schweiz sind älter als 20 Jahre. Immer mehr drängen sich daher Gebäudesanierungen auf. Um den CO2-Ausstoss so klein wie möglich zu halten, ist die Wahl der Baustoffe entscheidend. 

Mit Naturfarben ein überzeugendes Ambiente geschaffen: Treppenhaus des sanierten Bleichemattschulhauses Lenzburg. Foto: Alfred Gassmann
Mit Naturfarben ein überzeugendes Ambiente geschaffen: Treppenhaus des sanierten Bleichemattschulhauses Lenzburg. Foto: Alfred Gassmann

Die Klimaerwärmung ist wissenschaftlich längst erwiesen. Sie zu verlangsamen, bedeutet eine enorme Herausforderung. Jeder Erdenbewohner ist in die Pflicht genommen, seinen Teil beizutragen. Im Zentrum steht der Energieverbrauch. Ein grosser Teil der Treibhausgasemissionen steht im direkten Zusammenhang mit dem Bauen. Stichworte: Baustoffe herstellen oder beschaffen, Transporte, Maschinen einsetzen am Bau und anderes mehr. 

Ins Spiel kommen konkret die Naturbaustoffe. Um sie zu gewinnen und zu verarbeiten, verbrauchen sie wenig Primärenergie. Neu bauen verbraucht viel Energie, anderseits weisen bestehende Bauten oft eine schlechte Energiebilanz auf. «Sanieren macht deshalb aus ökologischer wie ökonomischer Sicht Sinn», halten Firmen, die Naturbaustoffe anpreisen, in ihren Unterlagen fest. Wer heute baut, hilft die Umwelt von morgen prägen. Bauen ist daher mit grosser Verantwortung verbunden.

Es gilt, nicht nur die Naturräume zu schonen, flächensparend zu bauen und den Energiebedarf zu senken, sondern auch wichtige Grundsätze zum nachhaltigen Bauen einzuhalten. Indem Baustoffe gewählt werden, die sich eignen und umweltverträglich sind. Zu den natürlichen Baustoffen zählen Holz, Lehm, Kalk, Flachs, Kork, Schafwolle und viele weitere Materialien.

Behaglich und gesund wohnen

Behaglichkeit in den Räumen beginnt bereits bei der Planung der Fassade. Fassaden in hellen Farben reflektieren die Sonnenstrahlen und verhindern ein starkes Aufwärmen des Gebäudes. Anderseits speichert Lehm im Innenraum die Wärme im Winter und hält die Kühle im Sommer im Raum. Baumaterialien, die atmen, in der Fachsprache nennt sich dies Diffusionsoffenheit, schaffen ein gesundes Wohnklima. Eine Naturfarbe lässt das Klima in einem Raum auf gesunde Weise aufatmen und damit auch die Menschen. 

Wir verbringen einen Grossteil unserer Lebenszeit in Innenräumen. Die Auswahl der Baustoffe und Einrichtungsgegenstände hat deshalb entscheidenden Einfluss auf die Luftqualität und auch auf die Wohngesundheit. «Gesundes bauen zahlt sich aus», argumentiert die in Rupperswil ansässige Firma Haga AG für Naturbaustoffe.

Mit ästhetischer Qualität

Der Gestaltung im Innenausbau sind keine Grenzen gesetzt. Mit Naturbaustoffen lässt sich in der Gestaltung spielen und eine hohe ästhetische Qualität erzielen. Geschaffen werden können Räume mit Charakter und Ausstrahlung. «Die Natur ist für uns Vorbild, Inspiration und Quelle», findet Daniel Ritter von der Geschäftsleitung der Firma Thymos in Lenzburg. Wer zum Klimaschutz und zur Energieeffizienz beitragen will, wählt nachwachsende Baustoffe. Kommt hinzu, dass Naturbaustoffe langlebig und leicht zu entsorgen sind.

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