Nadelöhr am Bahnhof soll entlastet werden
Um das Anliegen «Pendlerstau am Bahnhof Lenzburg» erneut aufs Tapet zu bringen, hat Daniel Fischer aus Lenzburg eine Petition auf der Online-Plattform petitio.ch platziert.

Von den 25400 Pendlern drängen sich die meisten täglich durch die Unterführung am Bahnhof Lenzburg, die dadurch zu einem kaum passierbaren Nadelöhr wird», sagt Daniel Fischer, Initiant der Petition und Vorstandsmitglied der Grünliberalen Lenzburg. Dieser Pendlerstau sei ein altbekanntes Thema, doch werde zu wenig dagegen unternommen. Daniel Fischer hat deshalb mit seinem Aufruf «Der Bahnhof Lenzburg muss subito entlastet werden» auf der Online-Plattform petitio.ch erneut auf die Situation aufmerksam gemacht. In seiner Petition schlägt der SBB-Pendler denn auch als Lösung ein Provisorium vor. Für Fischer käme als Entlastung eine stabile Überführung am Ende der Perronüberdachung infrage. «Dort hat es genügend Platz dafür. Dass die Unterführung und der Platz auf den Perrons zu Stosszeiten aus allen Nähten platzen, bestätigt seine Parteikollegin Chantal Toker. Auch sie, wie Fischer, am liebsten mit öV unterwegs. «Um Platz für die wartenden Zugpassagiere zu schaffen, wurde sogar ein Wartehäuschen auf dem Perron 2/3 entfernt. So prekär präsentiert sich die Situation für die Pendler», fügt Toker an. Dass sie mit ihrem Anliegen nicht alleine dastehen, zeigen die 225 «Unterstützer», die auf petitio.ch den Vorstoss gutheissen.
Die Betreiber der Plattform petitio.ch, auf der jedermann eine Petition einreichen darf, verpflichten sich, bei einer erfolgreichen Petition (in diesem Fall mindestens 200 Unterstützer) mit einem Brief an die verantwortlichen Stellen Nachdruck zu verleihen. «Das Schreiben ging am 12. Januar an den Lenzburger Stadtrat. Der hat nun 30 Tage Zeit, Stellung zu beziehen», betont Fischer. Wie sich der Stadtrat dazu äussern könnte, weiss Fischer nicht. Er wünschte sich jedoch, dass der Rat bei den SBB oder beim Bundesamt für Verkehr zu diesem Thema vorstellig würde und damit die Errichtung eines Provisoriums erwirkt oder zumindest ernsthaft geprüft werden könnte.
Dass es nach der Meinung des Initianten nicht richtig vorwärtsgeht, möge daran liegen, dass seitens SBB vorgesehen ist, das gesamte Bahnhofareal neu zu gestalten. Unter anderem mit neuen Geleisen und Perrons, die über die vorgeschriebenen Breiten und Kapazitäten verfügen. Möglicher Starttermin könnte ab 2021 sein. «Ob dem so sein wird, steht in den Sternen. Umso wichtiger, dass für den Pendlerstau jetzt eine Entlastung realisiert wird», sagen Fischer und Toker. «Bekanntlich starten Bauobjekte dieser Grössenordnung nicht zum gewünschten Termin. Verzögerungen sind vorprogrammiert», so die beiden. Mit der Petition «Der Bahnhof Lenzburg muss subito entlastet werden» hoffen sie, die Weichen doch noch auf «Grün» stellen zu können, wenigstens ein bisschen.



