Nachhaltigkeit beim Bau und worauf zu achten ist

Energie Am ersten Energie-Apéro der Saison 2021/2022 im Gemeindesaal stand das nachhaltige Bauen im Zentrum. Drei spannende Referate gaben Hinweise, wie nachhaltig gebaut werden kann und wo sich die graue Energie versteckt.

Protagonisten des Energie-Apéros: Gian von Planta (SWL Energie AG) und die Referenten Hans­ueli Schmid, David Plüss und Barbara Sintzel. Foto: Brunhilde Mauthe
Protagonisten des Energie-Apéros: Gian von Planta (SWL Energie AG) und die Referenten Hans­ueli Schmid, David Plüss und Barbara Sintzel. Foto: Brunhilde Mauthe

Nach den Online-Sessions der vergangenen Saison durfte Gian von Planta, Leiter Anlagen und Netze der SWL Energie AG Lenzburg, die rund 60 Gäste sowie die drei Referenten wieder live begrüssen. Neu ist auch, dass Interessierte im Anschluss an die erste Serie die Referate auf der Webseite nachverfolgen können.

Die Bauindustrie gehört zu den grössten Kohlendioxidemittenten in der Schweiz, weshalb es von grosser Bedeutung ist, nachhaltig zu handeln.

Wie man nachhaltiges Bauen umsetzt, erklärte Barbara Sintzel, Leiterin FHNW-Institut für Nachhaltigkeit und Energie am Bau. Fassadenphotovoltaik, die Schliessung der Materialkette beim Bauabfall, erneuerbare Materialien waren Themen, auf welche sie einging.

Auch die graue Energie als Leitindikator für die Umweltbelastung eines Gebäudes müsse reduziert werden, so Sintzel. Moderne Standards und Planungswerkzeuge helfen dabei.

Zement und Holz

Der zweite Referent, David Plüss von Cemsuisse, zeigte, wie die Industrie das Ziel «Klimaneutraler Zement 2050» umsetzen will. Dies im Hinblick darauf, dass das «Bauwerk Schweiz» zu 42 Prozent aus Beton besteht, Beton aber auch zu 100 Prozent wiederverwertbar sei. Einige der Ansatzpunkte sind Transportwege, Elektrizität, Zementsorten wie auch alternative Brennstoffe, da bei der Herstellung hohe Temperaturen notwendig sind.

Um das 2050-Ziel zu erreichen, braucht es unter anderem weitere Forschung und Entwicklung sowie Rahmenbedingungen für die Investitions- und Planungssicherheit. Doch: «Ein kohlendioxidfreier Zement ist möglich», so David Plüss.

Hansueli Schmid, Ingenieur bei Lignum – Holzwirtschaft Schweiz, ging auf den Holzwirtschaftkreislauf ein; vor der energetischen Nutzung steht dabei die stoffliche Nutzung beim Bau. Weiter präsentierte er die hybride Nutzung von Holz und Beton und zeigte Beispiele aus der Praxis. Spannend ist die Nutzung der Digitalisierung, indem Robotik und Computersteuerung von der Planung bis zur Entstehung zum Einsatz kommen.

Den anschliessenden Apéro genossen die Gäste nach den letzten Online-Apéros ganz besonders und Diskussionsthemen gab es nach den spannenden Vorträgen genug. (bmau)

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