Musik an allen Ecken
An der Klingenden Zone kommt die Musik zu den Lenzburgern. Das mittlerweile bewährte Veranstaltungsformat im Rahmen der Musikalischen Begegnungen (MBL) feiert dieses Jahr die 5. Jubiläumsausgabe.

Im Zweijahrestakt, seit nunmehr acht Jahren, bringt die Klingende Zone an den MBL die Altstadt von Lenzburg zum Klingen, Singen, Dröhnen und Pulsieren. Dieses Jahr, an der 5. Jubiläumsausgabe, lassen 20 verschiedene Ensembles und Formationen mit insgesamt rund 200 Musikern an sieben verschiedenen Standorten die Stadt mit Musik erklingen. Die Plätze mit Musik sind die altbewährten und reichen von der Location mitten auf der Rathausgasse unter freiem Himmel für fast unbeschränkt viele Musiker über die reformierte Stadtkirche bis zum überschaubaren Etablissement im HächlerHaus für kleinere Formationen. Erwarten darf man laut Heiner Cueni, Koordinator der Klingenden Zone: «Wortwörtlich interessante Strassenmusik der unterschiedlichsten Stile mit vielen Begegnungen auf allen Ebenen.»
Neue und bekannte Formationen
Die Musikstile an der Klingenden Zone sind auch dieses Jahr wie gewohnt enorm vielseitig und laden zum Entdecken ein. Sie reichen von Klassik über groovigen Afrosound, Swing, Jazz, Klezmer bis zu Viola da gamba, das ist Streichmusik auf historischen Instrumenten. Einerseits trifft man auf bekannte Formationen, die bereits an der Premiere spielten, wie beispielsweise die Brass Band Imperial Lenzburg (BBI). Ein Ensemble der BBI macht den Auftakt zur Klingenden Zone 17 am Samstag, 26. August, 13.15 Uhr im Stadtzelt auf dem Metzgplatz. Auch der insiemeChor für Menschen mit und ohne Behinderung ist 2017 wieder dabei. Die Sängerinnen und Sänger werden in der Stadtkirche bestimmt wieder viele Besucher begeistern. Andererseits gibt es auch neue Formate wie das Orchester «Le corde suonante», ein Ensemble für wiedereinsteigende Streicher, derzeit bestehend aus 25 Musikerinnen und Musikern. Monika Altorfer, Musikschullehrerin an der Musikschule Lenzburg, hat das Projekt 2014 lanciert mit der Idee, ein Ensemble zu schaffen, das Streichmusikern aus allen Altersklassen offen steht. Es soll sie anregen, ihr Instrument wieder in die Hand zu nehmen.
Getreu dem Mutterformat MBL lädt die Klingende Zone ein zu musikalischen Begegnungen der besonderen Art. Bei diesem Format ist jedoch – anders als an den MBL – auch Platz für Amateurmusiker. Teilnehmen darf jedermann oder -frau. Einzige Voraussetzung ist, dass man die eigene Ausrüstung in kurzer Zeit auf und abbauen kann – kurz gesagt, dass man strassentauglich ist.
Nachfolger gesucht
Organisator Heiner Cueni, Einwohnerrat und ehemals Präsident der Musikschulkommission Lenzburg, setzt zur 5. Jubiläumsausgabe auf Altbewährtes an der Klingenden Zone: unterschiedlichste Stile an 7 verschiedenen Standorten. Dass dieses Jahr nur 20 Formationen auf dem Programm stehen statt wie vor zwei Jahren 30, sei Zufall und nicht geplant gewesen. Der Rückgang der Anmeldungen, den sich Cueni mit dem derzeitigen grossen Angebot an Anlässen erklärt, kommt den Organisatoren aber entgegen. «Die Grösse hat das letzte Mal den Rahmen gesprengt, eine Schlechtwettervariante wäre schwierig umsetzbar gewesen.» Mit 20 Darbietenden hingegen sei auch bei schlechtem Wetter die Durchführung garantiert. «Die Grösse ist dieses Jahr ideal», so Cueni. Das Wetter kann also der Klingenden Zone 17 keinen Strich durch mehr die Rechnung machen.
«Wir sind vorbereitet», sagt Heiner Cueni. Er koordiniert die Klingende Zone seit dem Start im Jahr 2009. Entstanden ist das Projekt am runden Tisch des MBL-Organisationskomitees. «Es kam die Idee auf, die Musik zu den Leuten zu bringen, so ist das entstanden», erinnert sich Cueni. Die Klingende Zone 2017 ist sein letztes Stelldichein für den Event, der die Altstadt zum Klingen bringt. Aus beruflichen Gründen gibt er das Organisationszepter ab. «In hoffentlich gute Hände», sagt er. Derzeit läuft die Suche nach einem Nachfolger. Geht es nach Heiner Cueni, kommt die Musik auch in Zukunft wieder in die Lenzburger Altstadt zu den Leuten.



