Meilenstein für den Strassenverkehr
Verkehr: Mit dem offiziellen Spatenstich durch Baudirektor Stephan Attiger und Stadtammann Daniel Mosimann wurde die gut dreieinhalbjährige Bauzeit des Knotens Neuhof gestartet.
Es ist nicht weniger als das grösste Tiefbauvorhaben in der Geschichte der Stadt Lenzburg: Sanierung und Ausbau des A1-Zubringers inklusive dem Bau eines Entflechtungstunnels beim Knoten Neuhof kosten nach heutigem Stand rund 75 Millionen Franken – und damit über doppelt soviel wie bei der als Jahrhundertbauwerk titulierten Kerntangente vorgesehen gewesen waren.
Das Neubauprojekt, das letzte Woche mit dem offiziellen Spatenstich durch Regierungsrat Stephan Attiger und Stadtammann Daniel Mosimann symbolisch gestartet wurde, soll die angespannte Verkehrssituation beim Autobahnbringer massiv entlasten und nebenbei zu Verbesserungen beim öffentlichen und Langsam-Verkehr beitragen.
«Freudiges Ereignis»
Wie Kantonsingenieur Rolf H. Meier am Spatenstich festhielt, laufen die Vorbereitungs- und Planungsarbeiten schon seit vielen Jahren. Deshalb sprach Regierungsrat Stephan Attiger als Vorsteher der Departements Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) von einem «freudigen Ereignis»: «Ich bin viel lieber Bau- als Planungsdirektor.» Die Lenzburger Baustelle sei eine der grössten im Kanton und trage «dem Bevölkerungs- und Mobilitätswachstum in einer äusserst dynamischen Region» Rechnung.
Man sei sich beim Kanton bewusst, dass mit dem aktuellen Projekt nicht alle Verkehrsprobleme aus der Welt geschafft seien, so Attiger. Er sei deshalb froh, dass der Sechsspur-Ausbau der A1 vom Bund rund zehn Jahre, etwa auf 2030, vorgezogen wurde. Zudem sei die Direktauffahrt Richtung Zürich ebenfalls geplant.
Stadtrat in corpore
Wie der BVU-Vorsteher kam auch Daniel Mosimann in seinem Grusswort auf die gesamte Verkehrssituation in Lenzburg zu sprechen. «Weitere Sanierungen werden folgen», so der Stadtammann. Er dachte dabei an den gesamten Bahnhofkomplex, aber auch an die an den Knoten Neuhof anschliessende Hendschikerstrasse und den Freiämterplatz: «Wir wollen künftig den Verkehr nicht mehr inmitten der Stadt stehen lassen.»
Dazu diene das nun gestartete Grossprojekt. Den Spatenstich wertete Mosimann «als zweiten wichtigen Meilenstein». Der erste Meilenstein war für Lenzburg die kantonale Volksabstimmung am 3. März 2013, die eine Ja-Mehrheit von über 73 Prozent ergab.
Die Bedeutung des 75-Millionen-Projekts A1-Zubringer/Knoten Neuenhof für Lenzburg unterstreiche die vollständige Präsenz des Stadtrats am Spatenstich. Schon im Januar 2013 war sich die Stadtregierung in corpore nicht zu schade, auf die Strasse zu gehen und auf dem Autobahnzubringer Werbung für die Volksabstimmung zu machen.







