Maimärt neu am Mittwoch
Revolution bei einer Tradition: Der Maimärt, der zweite jährliche Warenmarkt neben dem Chlausmärt im Dezember, findet ab diesem Jahr jeweils am Mittwoch statt.

Premiere am nächsten Mittwoch: Erstmals findet der Lenzburger Maimärt an diesem Wochentag statt. «Wir wollen diesen Markt attraktiver machen», so der zuständige Stadtrat Martin Stücheli. Die Stadtregierung hat in einer Grundsatzentscheidung zuerst einmal entschieden, an diesem zweiten Jahresmarkt neben dem meist deutlich besser besuchten Chlausmärt jeweils am zweiten Donnerstag im Dezember festzuhalten.
Mit der Vor-Verschiebung um einen Wochentag wollen die Verantwortlichen in erster Linie mehr Besucher an den Maimärt locken. Im Gegensatz zum Wintermarkt haben die Kinder in Lenzburg am Maimärt nicht schulfrei, doch mittwochs ist jeweils am Nachmittag kein Unterricht.
Gratis-Ponyreiten
Ein Glücksfall für die Stadt Lenzburg ist, dass am zweiten Mittwoch im Mai kein anderer Markt stattfindet. Kurt Kaufmann vom Schweizerischen Marktverband, seit letztem Jahr Chef der Lenzburger Jahresmärkte, ist es gelungen, für den 10. Mai 124 Kollegen zur Teilnahme am Lenzburger Markt zu gewinnen. In einer Medienmitteilung feiert die Stadt diese Zahl als Rekord, doch früher gab es schon bis zu 130 Stände.
Der erste Mittwoch-Markt seit dem Jahre 1306, als die Stadt Lenzburg das Marktrecht erhielt, kann mit einer weiteren Attraktion aufwarten: Neben der Staufner Gartenbahn, die auch diesmal um den Alten Gemeindesaal kurvt, gibts auf dem Promenadenplatz Gratis-Ponyreiten für Kinder. «Damit wollen wir den Markt für Familien attraktiver machen», so Stücheli.
Weitere Massnahmen folgen
Stillstehen will man mit den Dispositionen für dieses Jahr nicht. Der Stadtrat hat eine Fachgruppe Märkte mit Vertretern aus Regionalpolizei, Marktverband, Werkhof, Stadtmarketing, Centrums-Geschäften und Tourismus eingesetzt. Hier werden weitere Massnahmen ausgeheckt und nun auf ihre Realisierbarkeit abgeklopft.
Angedacht sind etwa ein Setzlingsmarkt oder die Implementierung einer Gastgemeinde. «Ich denke, es gibt in den nächsten Jahren weitere Änderungen», so Stadtrat Stücheli. Doch einfach, so lässt er durchscheinen, ist die Arbeit in der Kommission nicht immer: «Oft trifft Tradition auf Innovation.» Nun, ein erster Anfang ist gemacht.



