Letzte Etappe der Lärmschutzbauten im Westen
Die Arbeiten für die letzte Etappe der Lärmschutzwand Fünflinden haben begonnen. Bis Mitte Jahr soll das Projekt abgeschlossen sein.

Bald können auch die letzten Bewohner des Quartiers nördlich der Aarauerstrasse im Westen der Stadt ruhiger schlafen. Anfang Februar wurden die Arbeiten an der zweiten und letzten Etappe des Projekts Lärmschutzwand und Bushaltestelle Fünflinden in Angriff genommen.
Wenn die Arbeiten weiterhin so gut vorankommen wie in den ersten Tagen, sollte der Zeitplan eingehalten werden können, und der sieht gemäss Projektleiter David Probst vom Departement Bau, Verkehr und Umwelt den Abschluss auf Ende Juni vor.
Kritik an Monotonie
Dieser Termin liegt weit hinter den ursprünglichen Vorstellungen, lag doch das Baugesuch für das Millionenvorhaben schon vor fünf Jahren öffentlich auf. Zuerst sorgte eine Eingabe der benachbarten Stiftung für Behinderte, deren Werkstätte hier unmittelbar an der Strasse liegt, für eine erste Verzögerung.
Das überarbeitete Projekt – nun mit einem durch einen Zebrastreifen mit Mittelinsel gesicherten Übergang – wurde im Herbst 2015 in Angriff genommen. Dabei wurde der Bau der beiden Busbuchten vorgezogen, denn hier stand man unter einem gewissen Zeitdruck: Zum Fahrplanwechsel im Dezember mussten die Haltestellen, die ab diesem Termin erstmals angefahren wurden, erstellt sein.
Auf einem ebenerdigen Fundament wurden anschliessend die vier Meter hohen Stützpfosten für die Lärmdämmelemente montiert. Im letzten Jahr bemängelte der damalige Einwohnerrat Jürg Haller die Monotonie der fast 300 Meter langen Wand, die das Stadtzufahrtsportal von Westen her massiv verunstalte. Inzwischen wurden vor der Wand diverse Bäume gepflanzt.
Zweiteilung wegen Grundbesitzer
Dass das Gesamtprojekt erst nach einer längeren Pause vollendet werden kann, liegt an einem juristischen Intermezzo. Beim westlichsten Abschnitt, wo die Lärmschutzwand auf einer Länge von 82 Metern auf einem Erdwall montiert wird, wollte ein Stockwerkeigentümer, der in dieser Funktion Mitbesitzer der benötigten Landparzelle ist, seine Zustimmung zum nötigen Dienstbarkeitsvertrag partout nicht erteilen. Das Spezialverwaltungsgericht entschied im letzten Jahr zugunsten des Bauherrn, des Kantons Aargau. Dieses Urteil kam jedoch zu spät, um die Arbeiten noch vor dem Winter durchzuführen.
«Natürlich hatten wir gehofft, das Projekt in einem Zug realisieren zu können», räumte Projektleiter Probst vorgestern an einer Medienorientierung vor Ort ein. Doch nun geht es zügig vorwärts. Auf dem Damm werden zurzeit sogenannte Mikrobohrpfähle zur Sicherung des Fundaments 7,5 Meter tief verankert.
Wegen der zusätzlichen Umtriebe mit der zweiten Etappe, dem bereits erfolgten Einbau eines Flüsterbelags zwischen Landis-Kreisel und Projektabschluss im Westen und kleineren Anpassungen wird das Vorhaben mit 1,3 Mio. Franken etwa 200000 Franken teurer als ursprünglich geplant.



