Kunstrasen verdoppelt Kapazität
Sportanlage An der Einwohnerratssitzung in einer Woche wird über ein Kunstrasenfeld in der «Wilmatten» entschieden. Die Parlamentarier waren zu einer Orientierung vor Ort eingeladen.
Der zuständige Stadtrat Martin Stücheli betonte in seiner Einleitung die Bedeutung der Sport- und Freizeitanlage Wilmatten für die seit Inbetriebnahme massiv gewachsene Stadt. Entlang dem Aabach tummeln sich Sportler verschiedener Couleur: Wasserratten, Läufer, Streethockeyaner, Leichtathleten, Fussball- und Tennisspieler. «Die in diesen Vereinen erbrachte Jugendarbeit ist hoch einzuschätzen», so Stücheli.
Die beiden grössten Vereine, der Tennis- und der Fussballclub, sollen an der Einwohnerratssitzung vom 14. März einen Beitrag zur Infrastrukturverbesserung erhalten. Mit 60000 Franken bekommt der Tennisclub einen fixen Beitrag an die Erneuerung der Beleuchtung, die bei dieser Gelegenheit auf das energieeffizientere LED-System umgestellt werden soll.
Information vor Ort
Der Löwenanteil des 1,4-Millionen-Franken-Kredits ist jedoch für die Schaffung eines Kunstrasenfelds für den FC vorgesehen. Das südlich an das Hauptfeld angrenzende Spielfeld soll mit diesem Schritt ganzjährig nutzbar gemacht und damit die Kapazität quasi verdoppelt werden.
An einer Informationsveranstaltung vor Ort konnten sich die Einwohnerräte über Details der Vorlage informieren lassen. Das Kunstrasenfeld sei nötig, um die teilweise prekären Trainings- und Spielbedingungen zu beheben, sagte FC-Lenzburg-Co-Präsident Mike Barth: «Wir benötigen den Kunstrasen, um 365 Tage im Jahr tschutten zu können. Beim Anblick der ‹Rasen gesperrt›-Tafel blutet jedem Fussballer das Herz.»
Verschiedene Systeme
Der Fussballclub hatte sogar den ehemaligen Fussballprofi und aktuellen Nachwuchsbetreuer Sven Christ aufgeboten, der den Lenzburger Volksvertretern die Vorteile des Kunstrasens aus eigener Erfahrung erläuterte: «Man hat immer eine gleichbleibende Trainingsqualität und zudem ist ein Kunstrasenfeld 2000 bis 2500 Stunden pro Jahr nutzbar.»
Kunstrasen ist jedoch nicht gleich Kunstrasen. Stücheli präsentierte verschiedene Muster, die sich nach seinen Aussagen im Anschaffungspreis kaum mehr unterscheiden: Die Kunststoffhalme werden mal mit Kunststoff-Granulat, mal mit umweltverträglicherem Granulat und mal – bei den neuesten Systemen – gar nicht mehr verfüllt.
Diese Auswahl und die persönliche Begutachtung lösten natürlich viele Fragen aus und der Stadtrat wurde beauftragt, bis zur Sitzung weiteres Zahlenmaterial zu beschaffen. Trotz mehrheitlich spürbarem Wohlwollen wurde zudem ein gesamtheitliches Sportstättenkonzept für die Stadt gewünscht.







