Kunst im Foyer statt Kunst am Bau
Die Ausstellung mit dem passenden Titel «drei Künstler, drei Generationen» im Alterszentrum Obere Mühle eröffnet die Reihe «kunst im Alterszentrum». Damit wird hier die Kunst am Bau ersetzt.

Schon während der Bauzeit des im letzten Jahr bezogenen Pflegeheim-Neubaus des Alterszentrums Obere Mühle (AZOM) machte man sich Gedanken über die sogenannte Kunst am Bau. Dabei wollte man die üblichen Pfade bewusst verlassen. «Wir wollten keine Statue vor das Haus setzen. Denn diese gefällt oder eben auch nicht», so Verwaltungsratspräsidentin Heidi Berner.
Stattdessen ist nun vorgesehen, im grosszügig angelegten Foyer immer wieder neue Ausstellungen zu präsentieren. Damit, so Berner, verfolge man zwei Ziele: «Wir wollen hier Begegnungen fördern und zudem Künstlern eine Plattform bieten.»
Für die Organisation, auch vor Ort, konnte eine informell gebildete Kulturgruppe rund um Daniel Vogel, den ehemaligen Präsidenten der Lenzburger Kulturkommission, gewonnen werden.
Die Investition in die Infrastruktur beschränkte sich im Wesentlichen auf die Anschaffung von Stellwänden mit neu-tral-weisser Oberfläche. Das Engagement der Künstler funktioniert nach dem grossen Netzwerk von Daniel Vogel. Die Ausstellungen funktionieren nach dem Galerie-Modus: Besucher können die Kunstwerke erwerben.
Vorgesehen sind jeweils drei Ausstellungen pro Jahr. Vogel legt die Latte bewusst hoch: «Wir wollen hier möglichst gute Künstler ausstellen und sicher keine Vermischung von Profis und Hobbymalern.» Da haben die Verantwortlichen zur Premiere eine ideale Konstellation zusammengestellt. Die Ausstellung «drei Künstler, drei Generationen» verinnerlicht die Vorgabe der Begegnung vorbildlich. «Kunst soll zu Diskussionen anregen», so Daniel Vogel.



