Kontinuität mit Museumsleiter Marc Seidel

Burghalde Die Nachfolge von Christine von Arx wurde schneller geregelt als erwartet: Marc Philip Seidel leitet ab 2020 das Museum Burghalde.

<em>Stabübergabe:</em> Marc Philip Seidel wird Nachfolger von Christine von Arx als Leiter des Lenzburger Museums Burghalde. Foto: Fritz Thut
<em>Stabübergabe:</em> Marc Philip Seidel wird Nachfolger von Christine von Arx als Leiter des Lenzburger Museums Burghalde. Foto: Fritz Thut

Ende August wurde bekannt, dass Christine von Arx nach 13 Jahren ihre Position als Leiterin des Museums Burghalde auf Ende 2019 verlässt – ein gutes Jahr nach Wiedereröffnung der umfassend umgebauten und neu gestalteten Ausstellungsräume. Während bei der Bekanntgabe dieses Rücktritts die Nachfolgeregelung als potenzielle Knacknuss bezeichnet wurde, wurde nun eine auf der Hand liegende Lösung vorgestellt.

Marc Philip Seidel, 41-jähriger Kunsthistoriker aus dem Bündnerland und seit zwei Jahren als Leiter der Historischen Sammlungen von Arx’ rechte Hand, wird ab 2020 neuer Leiter des «Bijou-Museums», wie er die «Burghalde» bezeichnet. «Damit haben wir eine gewisse Kontinuität gewahrt», zeigt sich Urs F. Meier als Präsident des Stiftungsrates des Museums Burghalde zufrieden mit der gefundenen Lösung.

Ins gleiche Horn bläst auch Stadtammann Daniel Mosimann als Vertreter des Stadtrats, der formellen Wahlbehörde: «Wir sind froh und glücklich, einen guten Nachfolger gefunden zu haben, der das Museum kennt und einen guten Bezug zum Haus und den Mitarbeitern hat.»

«Lenzburg ist reich»

Seidel, der wie seine Vorgängerin in einem 60-Prozent-Pensum angestellt sein wird, stehe «für eine Konsolidierung nach den zwei hektischen Jahren des Umbaus», so Mosimann. «Ich will das Werk von Christine von Arx fortführen», hält der Gewählte selbst fest.

Dies heisst keinesfalls, dass sich der neue Leiter auf dem Bestehenden auszuruhen gedenkt. Im Gegenteil. Der Neue sprüht vor Ideen und Zielen. In den zwei Jahren als Sammlungsleiter hat er eine Affinität zu Stadt und Region entwickelt: «Lenzburg ist reich. Reich an Firmen mit einer interessanten Geschichte, aber auch reich an herausragenden Persönlichkeiten.»

Nach dem Umbau präsentiert sich das Museum Burghalde gemäss dem künftigen Leiter «besucherfreundlich und mit einer guten Szenografie». So wird einer von Seidels Schwerpunkten die weitere Öffnung der Zugänglichkeit sein: «Ich werde das Digitalisieren vorantreiben.» Dies werde in enger Zusammenarbeiter mit den entsprechenden Stellen beim Kanton passieren. Ein Credo von Marc Philip Seidel, der in einem 20-Prozent-Pensum seit kurzem kuratorischer Leiter der Museums Eduard Spörri in Wettingen ist, lautet: «Kultur muss für alle zugänglich sein.»

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