Knoten Neuhof erfordert Umgewöhnen
Verkehr Mit dem Beginn der zweiten Bauphase Mitte nächster Woche beginnt eine neue Verkehrsführung: Die neue Spange Hornerfeld wird in Betrieb genommen, damit mit dem Tunnel-Tagbau gestartet werden kann.

Das teuerste Bauprojekt von Lenzburg tritt nächste Woche in eine neue Phase und wird für die Verkehrsteilnehmer «spürbar»: Damit die im Tagbau ausgeführte Erstellung des 362 Meter langen Neuhof-Tunnels gestartet werden kann, muss die Hendschikerstrasse stadtauswärts gesperrt werden.
Der Verkehr vom Bünztal auf die Autobahn und in die Stadt führt ab nächstem Mittwoch (sofern das Wetter keine Verzögerung herbeiführt) über die in den letzten Monaten errichtete Spange Hornerfeld. Diese Umstellung, da reden die Verantwortlichen nicht lange um den heissen Brei herum, «wird für den Verkehr einschneidende Veränderungen bringen», so Gesamtprojektleiter Marius Büttiker.
«Behinderungen möglichst klein»
Für das neue Verkehrsregime ist alles genau geplant. Doch: «Die Umstellung wird von allen ein Umgewöhnen brauchen», warnt Oberbauleiter Armin Rauchenstein. Dass vor allem in den ersten Tagen und speziell zu den morgendlichen und abendlichen Stosszeiten «mit Behinderungen zu rechnen ist, wollen wir nicht verschweigen».
Marius Büttiker ergänzt, dass man sich alle Mühe gebe, «diese Behinderungen so klein wie möglich zu halten». Doch bei einem solch komplexen System mit durchschnittlich 25000 Fahrzeugen pro Tag wird Unvorhergesehenes passieren. «Das Ganze wird sich einspielen», sind die beiden Projektleiter überzeugt.
Um flexibel reagieren zu können, wird in der ersten Zeit ein Verkehrsdienst eingesetzt, um den Fahrzeugfluss zu regeln. Nicht weniger als 20 Personen sind dazu an den neuralgischen Stellen vorgesehen. Später werden vier provisorische Lichtsignalanlagen bei den Knoten Neuhof, Lindfeld, Gexi sowie bei der Abzweigung Gexistrasse diese Steuerungsaufgaben übernehmen.
Um die Kapazität an durchfliessenden Fahrzeugen zu erhöhen, wird der Kreisel Gexi für die gesamte Bauphase 2 (September 2018 bis Dezember 2020) in einen Knoten zurückverwandelt. In diesen Tagen wird hier ein provisorischer Belag eingebaut. Hier wie auch auf der Spange Hornerfeld folgen in den nächsten Tagen die Markierungs- und Anschlussarbeiten, damit in der Nacht vom nächsten Dienstag auf Mittwoch die grosse Verkehrsumstellung ausgelöst werden kann.
Zwei bis drei Wochen voraus
Parallel zu den Strassen werden auch die Verkehrswege für den Langsamverkehr vorbereitet. Die Radwege, auf denen beispielsweise die Schüler aus Othmarsingen nach Lenzburg kommen, erheischen ebenfalls ein spezielles Augenmerk. Bereits am Montag wird zudem die Buslinie 393 über die Othmarsingerstrasse geführt.
Gesamtprojektleiter Marius Büttiker ist froh, dass die Vorbereitungsbauphase 1, dank vollem Einsatz der Bautrupps und dem Wetter, schneller abgeschlossen werden konnte als ursprünglich geplant: «Wir liegen zwei bis drei Wochen voraus.» Die Fertigstellung des 75-Millionen-Franken-Projekts ist nach wie vor für November 2021 vorgesehen.
Infos: www.ag.ch/a1-zubringer-lenzburg.



