Kindergarten macht «Kunst im Quartier»

Während dreier Wochen im September läuft wieder der «Transformator». Bei diesem Kultur-Projekt, das diesmal die Quartiere Breitfeld und «Im Lenz» berührt, machen zwei Kindergärten mit.

Drucken für «Transformator»: Im Kindergarten Breitfeld 2 ziert die zweite Himmelsfahne Kreise in gelb, orange und rot. Foto: Fritz Thut

Drucken für «Transformator»: Im Kindergarten Breitfeld 2 ziert die zweite Himmelsfahne Kreise in gelb, orange und rot. Foto: Fritz Thut

Bereits zum zweiten Mal heisst es «Kunst im Quartier – Transformator». Nachdem 2016 der Osten rund um die Othmarsingerstrasse am Zug war, geht es diesmal in den Nordwesten. Das sich immer mehr belebende Neubau-Quartier «Im Lenz», sowie das angrenzende Breitfeld, werden diesmal berücksichtigt, ehe im nächsten Jahr dann die Widmi an der Reihe ist.

Die Wahl der Spielorte von «Transformator» deutet es an: Mit «Kunst im Quartier» will man versuchen, Neo-Lenzburger in den neuen Überbauungen ins kulturelle und damit auch gesellschaftliche Leben der Stadt einzubeziehen.

Ein Erdbeerfeld als Symbol

Begonnen hat das von einem engagierten Team der Lenzburger Kulturkommission und Kurator Oliver Ziltener vorbereitete Projekt schon vor Wochen. Auf dem zentralen Markus-Roth-Platz im Quartier «Im Lenz» wurde im Mai ein Erdbeerfeld angelegt. In mehreren hundert Konservenbüchsen (im XXL-Gastro-Format) wurden Erdbeerpflanzen gesetzt. Die Früchte konnten während dem Sommer die Anwohner ernten.

Wichtiger ist für Werner Christen, Initiant hinter dem «Transformator», dass mit dieser Aktion den neuen Bewohnern in Erinnerung gerufen wurde, dass an genau dieser Stelle einst die alte Hero-Konservenfabrik gestanden hatte, die mit ihrer Konfitüre, beileibe nicht nur Erdbeer-, den Namen Lenzburg in die Welt hinaustrug.

Nun wohnt hier die ganze Welt und mit verschiedenen Kulturanlässen zwischen dem 3. und 23. September will «Transformator» zur Integration in Alt-Lenzburg beitragen.

Kinder malen Himmelsfahnen

Dazu gehört eine Kunstausstellung, an der sich die rund 40 Mädchen und Knaben der beiden Kindergarten Breitfeld 1 und Breitfeld 2 beteiligen. Sie haben in den letzten Tagen je zwei sogenannte Himmelsfahnen gestaltet, die zu Ausstellungsbeginn an der Sophie-Hämmerli-Strasse montiert werden.

Die Kinder waren engagiert bei der Sache. Auf einer Fahne steht jeweils die Standortbezeichnung, auf der zweiten Fahne können sich die Kinder verewigen. Im «Breitfeld 1» mit den Kindergärtnerinnen Renat Köchli-Buri und Maya Herzog werden Handabdrücke in den Farben türkis, blau und dunkelblau auf der Fahne festgehalten. Im «Breitfeld 2» von Edith Gloor und Rosmarie Hochuli drücken die Kinder mit Schwämmen Kreise in den warmen Farben gelb, orange und rot auf die Unterlage.

Der Eifer der Kinder soll belohnt werden: «Natürlich hoffen wir, dass die Fahnen möglichst lange unbeschädigt vor Ort stehen bleiben und somit zu einem zusätzlichen Farbtupfer im Quartier beitragen werden», so Renat Köchli-Buri.

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