Kieskreislauf im Einklang mit der Natur

Besichtigung Mit einem «Tag des offenen Kieswerkes» konnte die Bevölkerung am letzten Samstag, 7. Mai, auf einem Postenspaziergang erfahren, wie eine Kiesgrube heutzutage funktioniert und lebt.

Betonbrecher bei der Arbeit:  Besucher konnten vor Ort miterleben, wie alte Betonstücke zu kleinstem Material werden. Foto: Peter Winkelmann
Betonbrecher bei der Arbeit: Besucher konnten vor Ort miterleben, wie alte Betonstücke zu kleinstem Material werden. Foto: Peter Winkelmann

Das Wetter passte perfekt für eine Besichtigungstour durch das weitläufige Areal im Lenzburger Kieswerk. Die Strecke zu den neun Posten war eingekiest, sodass die Schuhe sauber blieben. Hier informierten Mitarbeiter der Kies Lenz AG, der Forstbetriebe Lenzia, des Vogelschutzvereins Lenzburg und der Landschaftskommission Niederlenz über ihre Fachgebiete.

Ein Prozess «Kieskreislauf im Einklang mit der Natur» läuft von der Planung über den Ausbau und die Auffüllung bis hin zur Rekultivierung und zum dauerhaften ökologischen Ausgleich.

Rund 500 Kilogramm Bauabfall fallen gemäss Hochrechnungen pro Einwohner in der Schweiz an. Rund 80 Prozent dieser Abfälle werden aber heute bereits wiederverwertet, was international gesehen einen Spitzenwert darstellt. Bei zwei Vorführungen konnten die Besucher sehen, wie altes Betonmaterial zu kleinstem Kiesmaterial verarbeitet wird.

Enormes Interesse

«Das Interesse war enorm und die Besucher waren erstaunt, wie schnell auch grössere Betonstücke zu kleinsten Teilchen werden», erzählte Gottfried Kneuss, Präsident Kommission Kiesabbau der Lenzburger Ortsbürger. Kneuss war auch zufrieden mit dem Aufmarsch, rund 500 Besucher wollten sich genauer informieren lassen.

Wo abgebaut wurde, wird immer wieder aufgefüllt. Im November 2020 wurde eine erste Fläche durch die Forstdienste Lenzia aufgeforstet.

Die Combat-Schiessanlage, die auch von der Polizei benutzt wird, wurde im Jahre 2021 von Altlasten befreit. Rund 840 Tonnen kontaminiertes Material wurde fachgerecht aufbereitet, zwei neue Laufbahnen mit Kugelfang nach heute geltenden Vorschriften erstellt, sodass der Schiessbetrieb Ende April wiederaufgenommen werden konnte.

Vorbei am Weiher, wo sich zwei Blesshühner um ihre zwei jungen «Rotkäppchen» sorgten, gings zurück zum Startpunkt. Dort gabs Stärkungsmittel in Form von Bratwürsten und Getränken, die zum Verweilen und zum Austausch einluden.

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