Jubiläum und neuer Präsident
Der Streethockeyclub Seetal Admirals mit Sitz in Lenzburg hat Grund zu feiern. Er ist 20 Jahre alt. An der Generalversammlung wurde Matias Flück zum Präsidenten gewählt. Er löst Beat Samuel Fey ab, der nach 17 Jahren demissionierte.

Es war am 19. April 1997, als im «Bären» in Seon der Streethockeyclub Seetal Admirals gegründet wurde. Wie die Gründung zustande kam, bildet eine Geschichte, wie sie eben das Leben schreibt. Bernhard Curchod, ein in der Gegend wohnhafter Bankfachmann, beobachtete auf einem Hartplatz in Hallwil Jungs, die in Turnschuhen mit Eishockeystöcken und Tennisbällen spielten.
Dieser Kontakt, beruhend auf gegenseitiger Sympathie, führte zu spontanen Trainings und zum Willen, einen Verein zu gründen. Der erste Präsident von 1997 bis 1999 hiess Bernhard Curchod, dann übernahm Andreas Fey die Verantwortung für ein Jahr.
In den 20 Vereinsjahren ergaben sich naturgemäss Höhepunkte und schwierigere Zeiten. Der Verein spielte in den besten Jahren in der Nationalliga A und verfügte mit den Junioren über vier Mannschaften. Die Spielorte wechselten vom Spielfeld beim Gemeindehaus und beim Schulhaus Hertimatt Seon über das Schulhaus Angelrain Lenzburg bis zur Arena in den Wilmatten.
Streethockey ähnelt dem Eishockeyspiel. In den 1970er-Jahren entwickelten sich in Kanada und den USA die ersten organisierten Ligen. Vor etwa 25 Jahren entstand in der Schweiz der erste nationale Verband.
Präsidentenstock in neuen Händen
Angespornt von seinem Sohn Andreas, leistete Beat Samuel Fey von 1997 bis 2000 Betreuerdienste und übernahm 2000 das Präsidium. An der Generalversammlung vor einer Woche wechselte der Präsidentenstock nach 17 Jahren zu Matias Flück.
Die ausserordentlichen Verdienste von Präsident Beat Samuel Fey und von Vizepräsident Georg Notter mit den gleichen Dienstjahren wurden durch die Ehrenmitgliedschaft gewürdigt.
Zu den grössten sportlichen Erfolgen des Vereins zählen insgesamt sechs Schweizer-Meister-Titel: 2-mal NLB, 1- mal 2. Liga, 2-mal Junioren A und 1-mal Junioren B. Finanziell steht der Verein mit einem erstaunlichen Vermögen da. Fey blickt voraus und spricht Hoffnungen aus: «Wünschbar sind im Hinblick auf eine langfristige Erhaltung unseres Vereins wiederum zwei Mannschaften sowie genügend Junioren.»
Der scheidende Präsident empfand die Arbeit mit jungen Menschen zwar nicht immer leicht, sie hat ihn aber erfüllt und mit Freude belohnt. Die Wünsche von Beat Samuel Fey für die Zukunft der Admirals hören sich ebenso menschlich wie sympathisch an: «Hebed ech Sorg» und «Bhüet ech Gott.»



