Japanisch kochen mit YouTube-Videos aus Lenzburg

Internet Was hilft gegen Heimweh? Kochen. Zumindest bei Ami Gloor-Morita. Wenn sie die Sehnsucht nach Japan überkommt, kocht die junge, in Lenzburg wohnhafte Japanerin Nudelsuppe, und schon geht es ihr wieder gut. Ihre Rezepte teilt Gloor-Morita auf ihrem YouTube-Kanal «Famio’s Kitchen».

Mit Liebe gekocht: Ami Gloor-Morita mit einigen japanischen Spezialitäten. Foto: Romi Schmid

Mit Liebe gekocht: Ami Gloor-Morita mit einigen japanischen Spezialitäten. Foto: Romi Schmid

Ein gutes Team: Ami Gloor-Morita steht vor der Kamera, Freundin Sofia nimmt alles auf Video auf. Foto: zvg

Ein gutes Team: Ami Gloor-Morita steht vor der Kamera, Freundin Sofia nimmt alles auf Video auf. Foto: zvg

Japanische Küche – das bedeutet Sushi, Ramen, Matcha-Desserts und noch viel mehr. Ami Gloor-Morita zeigt die Vielfalt der japanischen Küche auf ihrem YouTube-Kanal «Famio’s Kitchen». «Die japanische Küche ist gesund, lecker und kommt mit wenig Zutaten aus», sagt Gloor-Morita.

Seit vier Jahren in der Schweiz

Ami Gloor-Morita ist mit einem Lenzburger verheiratet. Ihren Mann lernte sie vor rund zehn Jahren während einer Reise in Kanada kennen. «Zusammengekommen sind wir aber erst einige Jahre später», sagt Gloor-Morita, die seit knapp vier Jahren in der Schweiz lebt.

Kochen gelernt hat die Japanerin von ihrer Mutter. Die Hobbyköchin verrät: «Essen hatte zu Hause einen hohen Stellenwert. Sonntags kochte meine Mutter oft eine Nudelsuppe, die uns Wärme und Kraft spendete.»

Über 27 Videos zum Nachkochen

Die 29-Jährige lebt gern in Lenzburg, vermisst aber das gute japanische Essen «und natürlich meine Familie», sagt sie. Söhnchen Mio (1) kennt seine japanische Verwandtschaft bisher lediglich von Fotos und Videos.

«Wir wollten Anfang 2020 nach Japan fliegen», erklärt Gloor-Morita. Dann kam Corona. «Kochen war mein Weg, mit dem Heimweh und dem Lockdown umzugehen», sagt die junge Mutter, die im August ihr zweites Kind bekommt.

Über ihren YouTube-Kanal «Famio’s Kitchen» lässt sie seither alle Liebhaber der japanischen Küche an ihren Kochkünsten teilhaben. 24 Videos sind es bislang – jede Woche kommen mehr dazu. Das Drehen und Schneiden der Filmaufnahmen überlässt die Japanerin Freundin Sofia. «Ich koche, sie filmt und gegessen wird gemeinsam», sagt Gloor-Morita.

Viel Fisch und frisches Gemüse

Sohn Mio liebe vor allem fermentierte Sojabohnen – ein typisch japanisches Essen. Überhaupt stehe die japanische Küche, so Gloor-Morita, für eine gesunde, ausgewogene Küche mit viel Fisch, Fleisch, Gemüse und Reis. All das macht für Gloor-Morita die Küche ihrer Heimat aus.

«Ich liebe Kochen», sagt sie. Deshalb gibt es im Haus der Gloor-Moritas auch überwiegend japanisches Essen. Wenn nicht gerade Corona alles ausbremst, lädt die junge Familie auch gern Besuch ein. «Ich koche dann für alle», sagt Ami Gloor-Morita.

Von der Küche ins Kochstudio

Gloor-Morita versucht, die Vielfalt der japanischen Küche zu zeigen. Gekocht wird «viel mit Pak Choi, Zwiebeln, Knoblauch, Karotten und Chinakohl». Dabei darf es auch mal «schnell» gehen, verrät sie. So zeigt sie in einem ihrer Videos, wie man in fünf Minuten einen typisch japanischen Frühstückstoast zaubert.

Längst hat die Hobbyköchin bei YouTube einen festen Stamm von über 190 Abonnenten. «Es gibt einige, die alles nachkochen. Ich erhalte viel positives Feedback», freut sich Gloor-Morita, die ihr Können bald auch fernab der sozialen Medien weitergibt: Ab Juni gibt die Japanerin Sushi-Kochkurse im Kochstudio Aareblick in Biberstein.

«Die Besitzerin des Kochstudios ist durch meine YouTube-Videos auf mich aufmerksam geworden und hat mir angeboten, einige Kurse zu leiten», erklärt Gloor-Morita stolz: «Ich freue mich sehr auf diese neue Herausforderung.» Ihrem YouTube-Kanal, so Gloor-Morita, werde sie aber weiterhin treu bleiben.

Link zu Ami Gloor-Moritas YouTube-Kanal: www.youtube.com/channel/UCSQwBmp4lbReVFByFAPK4Aw

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